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Milchproduktion

EU plant wöchentliche und monatliche Meldungen für Molkereiprodukte

von , am
21.04.2010

Brüssel - Die EU-Kommission will mehr Preistransparenz am Milchmarkt schaffen und damit einer Forderung der sogenannten "High-Level-Group" nachkommen.

© agrarfoto

Bei der jüngsten Sitzung des Einheitlichen Verwaltungsausschusses in Brüssel wurde unter anderem auch die Änderung der Verordnung (EG) Nr. 562/2005 der gegenseitigen Mitteilungen der Mitgliedstaaten und der Kommission im Sektor Milch und Milcherzeugnisse beschlossen. Sie sieht regelmäßige Preismeldungen für verschiedene Molkereiprodukte vor, wie die AMA mitteilt. Die geänderte Verordnung tritt mit 01. August 2010 in Kraft.

Preise müssen ab Werk gemeldet werden

Konkret müssen wöchentlich die Preise "ab Werk" für Butter, Butteröl, bestimmte Käsesorten (Cheddar, Gouda, Edamer, Emmentaler), Molken-, Magermilch- und Vollmilchpulver an die EU-Kommission gemeldet werden, wenn die Gesamtmenge des Produktes im Mitgliedsland den Anteil von ein Prozent an der EU-Erzeugung übertrifft. Bei den oben angeführten Käsesorten besteht weiters eine Meldeverpflichtung, wenn die Sorte die Schwelle von vier Prozent an der nationalen Käseproduktion übersteigt. Für Kasein und Magermilchpulver für Futterwecke muss darüber hinaus eine monatliche Meldung an die EU-Kommission erfolgen, wenn der Anteil der nationalen Produktion die Schwelle von zwei Prozent an der gesamten EU-Erzeugung überschreitet.

Initiative soll aus der Milchkrise helfen

Für Käse gilt eine zusätzliche Regelung, die besagt, dass Preise für jene Sorten monatlich gemeldet werden müssen, die den Anteil von acht Prozent an der nationalen Käseproduktion übersteigen. Die "High-Level-Group Milch" wurde bekanntlich im Oktober 2009 auf Initiative der EU eingeführt. In dieser Arbeitsgruppe soll über Auswege und eine Hilfe für die Milchproblematik sowie über eine Nachfolgeregelung für die Milchquote nachgedacht werden. (pd)

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