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Milchproduktion

EU: Private Butter-Lagerhaltung wird rege nachgefragt

von , am
15.06.2012

Brüssel - Wie die Europäische Union mitteilt, wird die private Lagerhaltung für Butter rege nachgefragt. Schon jetzt wurden 90.0000 Tonnen Butter angedient.

Der Butterpreis wird für den Monat März mit 338,6 Cent/kg angegeben. © Elena Schweitzer/fotolia
Die Beihilfe zur Privaten Lagerhaltung für Butter wird in der europäischen Milchwirtschaft weiterhin rege nachgefragt. Wie die EU- Kommission mitteilt, gingen in der vergangenen Woche Anfragen über insgesamt 4.998 Tonnen (t) ein. Damit erhöht sich in der EU die Buttermenge, die der Privaten Lagerhaltung angedient wurde, mittlerweile auf rund 90.000 t. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt nur knapp 63.000 t.

Öffentliche Lagerhaltung wird noch nicht genutzt

Am stärksten wird die Butter-Einlagerung weiterhin in den Niederlanden genutzt, hier wurden bis Ende vergangener Woche 28.731 t angedient. Mit deutlichem Abstand folgen Deutschland mit 17.441 t, Frankreich mit 15.260 t sowie Irland mit 14.452 t.
 
Seit Sommer 2011 weisen die internationalen Butterpreise eine sinkende Tendenz auf. In der EU ist bei Butter seit Anfang des Jahres ein Preisabsturz von rund 25 Prozent zu beobachten. Die geförderte Private Lagerhaltung soll bekanntlich helfen, bei einem übermäßigen Butterangebot in der EU Ware vom Markt zu nehmen und somit die Preise etwas zu entlasten. Das zweite in der EU-Marktordnung vorgesehene Absatzventil, die Öffentliche Lagerhaltung, wird derzeit noch nicht genutzt: Aktuell befinden sich nur 1,4 t Butter in den Interventionslagern der EU, die für die Bedürftigenhilfe vorgesehen sind.

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