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Milchproduktion

EU: Private Lagerhaltung von Käse wird ausgesetzt

© landpixel
von , am
24.09.2014

Brüssel - Die EU-Kommission hat die im Zusammenhang mit dem russischen Importstopp eröffnete Private Lagerhaltung von Käse ausgesetzt. Mengen, die bis einschließlich 22. September 2014 eingereicht wurden, werden noch akzeptiert.

Am Standort Langenfeld wird bis 2019 die Produktion der Bayerische Milchindustrie eingestellt. © w.r.wagner/pixelio
Die EU-Kommission veröffentlichte gestern eine entsprechende Verordnung zur Privaten Lagerhaltung von Käse. Butter und Magermilchpulver sind davon nicht betroffen. Als Begründung für den Stopp der Lagerhaltung gibt die Brüsseler Behörde an, dass diese Maßnahme unverhältnismäßig stark von Erzeugern in jenen Ländern genutzt wurde, die normalerweise keine nennenswerten Käsemengen nach Russland ausführen.

Hintergrund: Anträge aus nicht betroffenen Staaten

Das russische Einfuhrverbot hat zwar potenzielle Auswirkungen auf den gesamten EU-Markt für Käse, doch die am stärksten davon betroffenen Mitgliedstaaten sind Finnland und die baltischen Staaten sowie Deutschland, die Niederlande und Polen. In den vergangenen Tagen dürften aber überproportional viele PLH-Anträge aus anderen EU-Gebieten gestellt worden sein, weshalb die Kommission nunmehr diese Maßnahme ausgesetzt hat. Sollte die für die Lagerhaltung von Käse fixierte Höchstmenge von 155.000 Tonnen bereits überschritten worden sein, werden die bisherigen Beihilfenanträge aliquot aufgeteilt. Ob die Kommission in diesem Bereich eine neue Regelung trifft, steht noch nicht fest.

Anfang September Lagerhaltung beschlossen

Aufgrund der negativen Auswirkungen des russischen Importstopps auf die europäische Milchwirtschaft hat die EU-Kommission Anfang September im zuständigen Verwaltungsausschuss Beihilfen für die Private Lagerhaltung von Butter, Magermilchpulver und bestimmte Käsesorten - vor allem Hartkäse - beschlossen, um den Markt zu entlasten.

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