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Aus der Wirtschaft

EU-Rindermarkt: Deutsche Importe deutlich kleiner

von , am
08.01.2013

Der Import von Rindfleisch in die EU ist das vierte Jahr in Folge zurückgegangen. Die Importe fallen 2012 etwa fünf Prozent kleiner aus als im Jahr zuvor.

© Mühlhausen/landpixel
Diese Entwicklung zeigen die letzten Daten der EU-Kommission für die Rindfleischimporte in den ersten zehn Monaten des letzten Jahres.
 
Im Zeitraum von 2009 bis 2011 ist die europäische Rindfleischeinfuhr sogar um rund 25 Prozent geschrumpft. Ursachen für die rückläufigen Einfuhren waren die hohen Weltmarktpreise und das kleinere Angebot wichtiger Lieferanten. Im Vergleich zu den Vorjahren fällt der Rückgang der Importe 2012 jedoch moderater aus und betrifft vor allem Deutschland. Für 2013 geht die Kommission sogar wieder von einer Zunahme der Einfuhren aus.

Deutschland importiert weniger

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Größter Einzelimporteur unter den EU-Ländern ist auch 2012 das Vereinigte Königreich. Zu den größten Importeuren gehören außerdem die Niederlande, Italien und Deutschland. Dabei sind die deutschen Einfuhren wegen der stark rückläufigen Lieferungen Argentiniens besonders kräftig (um etwa 15 %) auf 35.000 Tonnen zurückgegangen.
 
Die britischen Importe nahmen hingegen von knapp 52.000 auf 51.000 Tonnen nur sehr moderat ab, ebenso geringfügig gingen die Einfuhren der Niederlande zurück (45.000 t). Außerdem hat Italien 2012 mit 40.000 Tonnen etwa eben so viel Rindfleisch eingeführt, wie im Jahr zuvor. Insgesamt kommen die großen vier EU-Importeure auf knapp zwei Drittel der gesamten Einfuhrmenge.
 
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