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Haltung und Mast

EU-Schlachtrinder: Geringe Preisänderungen

von , am
11.06.2012

Brüssel - Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben sich zum Monatswechsel Mai/Juni nur wenig verändert.

Die Notierungen für Jungbullen konnten sich in Deutschland leicht befestigen. © Mühlhausen/landpixel
Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 gab laut Angaben der EU-Kommission in derWoche zum 3. Juni im gewogenen Mittel saisonal um 0,84 Euro oder 0,2 Prozent auf 372,36 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht nach. Überdurchschnittlich stark fiel die Notierung in den Niederlanden mit einem Minus von 2,0 Prozent. Auch die Mäster in Polen und Spanien erhielten für ihre Tiere weniger Geld, und zwar 1,1 Prozent beziehungsweise 1,2 Prozent.
 
Leicht befestigen konnten sich hingegen die Notierungen in Irland, Deutschland, Frankreich und Österreich; die Erzeuger erlösten dort Zuschläge zwischen 0,2 Prozent und 0,3 Prozent. Nur geringfügig größer fiel das Preisplus in Dänemark und Italienmit 0,5 Prozent aus.

EU-Schlachtkuhmarkt in fester Verfassung

EU-Marktpreise für Schlachtrinder.
Im Gegensatz zum männlichen Schlachtvieh präsentierte sich der EU-Schlachtkuhmarkt mehrheitlich in fester Verfassung. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden im Durchschnitt 316,43 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das waren 0,97 Euro oder 0,3  Prozent mehr als eineWoche zuvor. Dabei stieg die Notierung in Ungarn mit 6,1 Prozent am stärksten, aber auch in Österreich und Slowenien legten die Preise mit 3,6 Prozent beziehungsweise 4,0 Prozent überdurchschnittlich zu.
 
Bescheidener fiel das Plus in Frankreich und Italien mit jeweils rund 1,0 Prozent aus; in Deutschland, Polen und Tschechien mussten sich die Erzeuger mit Zuschlägen von jeweils 0,3 Prozent begnügen. Abwärts ging es dagegen mit den Altkuhpreisen in Irland, und zwar um 0,6 Prozent. In Schweden gab es ein Minus von 2,0 Prozent. Die kräftigsten Abschläge wurden in der Berichtsperiode für Spanien und Griechenland mit jeweils 3,3 Prozent gemeldet.

Wenig Bewegung am Markt für Schlachtfärsen

Insgesamt wenig Bewegung wurde zuletzt am Markt für Schlachtfärsen registriert. Für Tiere der Handelsklasse R3 wurden im EU-Mittel 385,16 Euro erlöst; das waren 0,1 Prozent weniger als eineWoche zuvor. In den Niederlanden verbilligten sich die Tiere dabei um3,2 Prozent; in Spanien und Dänemark sank der Preis um 1,7  Prozent beziehungsweise 2,0 Prozent. In Deutschland und Italien tendierten die Notierungen praktisch unverändert, während sie in Frankreich um 0,8 Prozent stiegen. Noch höhere Erlösgewinne realisierten die Erzeuger in Österreich mit 2,0 Prozent.
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