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Haltung und Mast

EU-Schlachtrinder immer teurer

von , am
12.03.2012

Brüssel - Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union tendieren weiter fest.

Copa-Cogeca warnt vor den Auswirkungen hoher Produktionskosten und kleiner Gewinnspannen. © Erika Hartmann/pixelio.de
In der Woche zum 4. März 2012 erhöhte sich das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 laut Angaben der EU-Kommission gegenüber der Vorwoche im gewogenen Mittel um 2,12 Euro oder 0,6 Prozent auf 381,66 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Dabei kletterten die Notierungen in den Niederlanden mit einem Plus von 5,8 Prozent und in Italien mit 2,1 Prozent am stärksten.
 
Erlöszuwächse konnten auch die Erzeuger in Spanien mit 1,0 Prozent sowie in Großbritannien und Irland mit jeweils 0,6 Prozent verbuchen. In Deutschland, Österreich und Dänemark tendierten die Notierungen dagegen nur knapp behauptet; sie gaben zwischen 0,2 Prozent und 0,4 Prozent nach.

Feste Preistendenz für Schlachtkühe

EU-Marktpreise für Rinder.
Fest präsentierte sich auch der EU-Markt für Schlachtkühe. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden zuletzt im Mittel der Mitgliedstaaten 303,20 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das waren 1,01 Euro oder 0,3 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Zu den Gewinnern gehörten in diesem Segment die Rinderhalter in Spanien und Tschechien mit Aufschlägen von jeweils 1,5 Prozent.
 
In Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Irland und Polen befestigten sich die Preise um 0,3 Prozent bis 0,7 Prozent. Andererseits konnten sich die Notierungen in Frankreich und Italien nur knapp behaupten. Dänemark meldete ein Minus von 0,9 Prozent; in Slowenien wurde ein Abschlag von 5,7 Prozent registriert.

Hohe Preise für Schlachtfärsen

Für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 wurden in der Berichtswoche im EU-Durchschnitt 384,69 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht erlöst, womit das Vorwochenniveau um 1,78 Euro oder 0,5 Prozent übertroffen wurde. Dabei verbesserten sich die Preise aus Erzeugersicht in Italien und Polen jeweils um 1,9 Prozent. In Deutschland und Großbritannien stiegen die Notierungen jeweils um 0,5 Prozent. Zu den Verlierern gehörten in diesem Bereich die Rinderhalter in Österreich, wo die Preise für R3-Färsen um 1,6 Prozent sanken.
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