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Haltung und Mast

EU-Schlachtrindermarkt: Leichter Abwärtstrend

von , am
08.10.2012

Brüssel - Die Schlachtrinderpreise an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben sich in der Woche zum 30. September 2012 nur knapp behaupten können.

Der Preis für Jungbullen sank um drei Cent auf 3,59 Euro je Kilogramm Euro/kg SG. © Uschi Dreiucker/pixelio
Die Notierungen für Jungbullen der Handelsklasse R3 sanken laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Durchschnitt der Mitgliedstaaten saisonal um 0,86 Euro oder 0,2 Prozent auf 390,15 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Unter den größeren Produktionsländern verzeichneten Spanien mit 1,3 Prozent und Italien mit 1,5 Prozent in der Berichtsperiode überdurchschnittliche Abschläge.
 
In Polen, Österreich, Belgien, den Niederlanden und Dänemark wurden Jungbullen zwischen 0,5 Prozent und 0,8 Prozent preiswerter als in der Vorwoche gehandelt. Stabile Preise erzielten die Mäster in Frankreich, Irland und Portugal. Ihre deutschen Kollegen konnten sich dagegen über einen Erlöszuwachs von 0,8 Prozent freuen. In Großbritannien ging es mit der Notierung um 1,2 Prozent nach oben, in Schweden gar um 3,9 Prozent.

Schlachtkuhmarkt: Uneinheitliche Entwicklung

Die Preise für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 bewegten sich in der letzten Septemberwoche im gewogenen EU-Mittel auf einem Niveau von 318,19 Euro je 100 kg SG; das waren 1,42 Euro oder 0,4 Prozent weniger als in der Vorwoche. Spürbar nach unten ging es dabei mit den Kuhpreisen in Deutschland, nämlich um 1,5 Prozent. Noch höhere Abschläge mussten die Erzeuger in den Niederlanden mit 1,7 Prozent und in Österreich mit 3,7 Prozent verkraften. In Frankreich fiel der Rückgang mit 0,6 Prozent moderater aus. Mehr oder weniger stabile Abrechnungspreise wurden aus Italien und Polen gemeldet. Erlöszuwächse zwischen 0,5 Prozent und 0,7 Prozent konnten die Vermarkter in Irland, Portugal und Dänemark realisieren. In Spanien kletterte die Notierung mit 3,7 Prozent am stärksten.

Schlachtfärsen: Stabile Notierungen in Deutschland

Für Färsen der Handelsklasse R3 wurden in der Berichtswoche im Mittel der EU-Mitgliedstaaten 397,11 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das war ebensoviel wie in der Vorwoche. Während die Preise in Frankreich, Belgien, Spanien und Dänemark zwischen 0,2 Prozent und 0,9 Prozent anzogen, gaben diese in Österreich um 1,9 Prozent und in den Niederlanden um 3,9 Prozent nach. In Deutschland blieb die Schlachtfärsennotierung stabil.
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