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Haltung und Mast

EU-Schlachtrindernotierungen im Rückwärtsgang

von , am
19.09.2011

Brüssel - Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben in der Woche zum 11. September 2011 leicht nachgegeben.

Von 1. Juni bis 30. September muss ein Weidetagebuch für jedes Tier geführt werden, um die Sonderweideprämie zu erhalten. © Siegfried Bellach/pixelio
Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 verminderte sich laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel saisonal um 3,52 Euro oder 1,0 Prozent auf 351,25 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Ausschlaggebend war die Entwicklung in Italien, Polen und Spanien, wo die Notierungen um 2,0 Prozent bis 2,7 Prozent elen.
 
Irlands Rindermäster mussten Abschläge von 1,1 Prozent hinnehmen. Andererseits kletterten die Notierungen für R3-Jungbullen in Portugal, Großbritannien und Dänemark um 1,3 Prozent bis 1,9 Prozent. Frankreich meldete ein leichtes Plus von 0,3 Prozent.

Abwärtstrend bei den Schlachtkuhpreisen

Nur knapp behaupten konnten sich in der Berichtswoche die Notierungen am Schlachtkuhmarkt. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden im Durchschnitt der Mitgliedstaaten 280,94 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das waren 0,68 Euro oder 0,2 Prozent weniger als eine Woche zuvor. Zu den Verlierern gehörten die Kuhhalter in Frankreich, Österreich und Deutschland bei Abschlägen von 1,0 Prozent bis 1,3 Prozent. Nur knapp behaupten konnten sich die Preise in Irland, Schweden und Polen. Andererseits stiegen die Notierungen für O3-Schlachtkühe in Portugal, Spanien und Italien um 2,7 Prozent bis 3,5 Prozent.

Schlachtfärsen: Tendenz schwächer

EU-Marktpreise für Rinder (Woche vom 5. bis 11. September 2011).
Wieder schwächer präsentierte sich in der Berichtswoche der Markt für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3. In diesem Segment sanken die Preise im Wochenvergleich um 1,98 Euro oder 0,6 Prozent auf 350,68 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht ab. Dabei elen die Notierungen in Spanien um 2,4 Prozent und in Polen um 1,7 Prozent. Deutschland meldete ein Minus von 0,3 Prozent. Ebenfalls nur knapp behaupten konnten sich die Notierungen für R3-Färsen in Italien. Andererseits legten die Preise in Großbritannien und Portugal in diesem Segment um 1,8 Prozent beziehungsweise 2,5 Prozent zu.
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