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Aus der Wirtschaft

EU will höhere Zollkontingente für Rindfleisch aus Nordamerika

von , am
31.01.2012

Brüssel - Die USA und Kanada sollen mehr Rindfleisch in die EU exportieren dürfen. Dafür hat sich der Außenhandelsausschuss im Europäischen Parlament ausgesprochen.

Anfang Juli strahlte die ARD eine Doku über die kriminellen Machenschaften in der Fleischbranche aus. © Mühlhausen/landpixel
Auch Vertreter der Mitgliedstaaten im Sonderausschuss Landwirtschaft haben den Vorschlag der Kommission bereits mehrheitlich unterstützt. Sobald EU-Ministerrat und Parlamentsplenum zugestimmt haben, kann der jahrelang vor der Welthandelsorganisation zwischen der EU sowie den USA und Kanada ausgetragene Handelsstreit um "Hormonfleisch " beigelegt werden.
 
Seit Jahren versuchten die USA und Kanada, die EU dazu zu bewegen, ihr Einfuhrverbot für hormonbehandeltes Fleisch aufzuheben. Die jetzige Einigung gilt laut dem EP aber nur für Fleisch, das nicht mit Hormonen behandelt wurde.

Neue Einfuhrregeln für Rindfleisch

Für die neuen Einfuhrregeln für Rindfleisch gibt es drei Phasen: Zunächst sollen die USA 20.000 Tonnen Fleisch nach Europa exportieren können, Kanada 1.500 Tonnen. Diese Regelung gilt mit Verabschiedung der Verordnung. Die zweite Phase umfasst ab August eine Erhöhung des Freikontingents für die USA um weitere 25.000 Tonnen qualitativ hochwertigen Rindfleisches auf 45.000 Tonnen. Kanadas Freikontingent wird um weitere 1.800 Tonnen erhöht. Die Zollkontingente für eine dritte Phase sollen bis Jahresende ausgehandelt werden. Im Gegenzug bauen die USA und Kanada alle Strafzölle auf EU-Produkte ab, die sie zur Vergeltung des Hormonfleisch-Importverbots verhängt hatten, berichtet Dow Jones News.
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