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Aus der Wirtschaft

EU will Spekulationen beim Rindfleischimport vorbeugen

von , am
06.06.2011

Brüssel - Für die Einfuhr von Qualitätsrindfleisch aus den USA in die Europäische Union gelten neue Spielregeln.

Anfang Juli strahlte die ARD eine Doku über die kriminellen Machenschaften in der Fleischbranche aus. © Mühlhausen/landpixel
Laut einer ab 1. Juli geltenden EU-Verordnung können nur die Unternehmen Einfuhrlizenzen beantragen, die bereits in den vergangen zwei Jahren vor Antragstellung mindesten 100 Tonnen der jeweiligen Erzeugnisse importiert haben. Begründet wird das Vorgehen damit, das keine "spekulativen Anträge auf die zu erteilenden Einfuhrlizenzen gestellt werden" sollen, die dann möglicherweise nicht erfüllt werden und verfallen.
 
Vielmehr soll sichergestellt werden, dass die Lizenzen "tatsächlichen Einführern" zuerkannt werden. Jährlich dürfen aus den USA 20.000 Tonnen nicht hormonell behandeltes Rindfleisch von weniger als 30 Monaten alten Färsen und Ochsen in die EU geliefert werden. Die Kontingentregelung wird mit Einfuhrlizenzen verwaltet.

Futter: Zusammensetzung und Anforderungen

Mit der EU-Änderungsverordnung werden außerdem die Anforderungen an das Futter der Tiere, von denen das Fleisch gehandelt wird, geklärt. So wird betont, Färsen und Ochsen sollen zumindest in den letzten 100 Tagen vor ihrer Schlachtung nur Futter erhalten haben, das mindestens zu 62 Prozent aus Kraftfutter oder Futtergetreide-Nebenprodukten bestand und einen Energiegehalt von mehr als 12,26 MJ/kg Trockenmasse entspricht oder diesen überschreitet.
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