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Milchproduktion

EU will überschüssige Milch an Flüchtlinge abgeben

von , am
09.09.2015

Um den europäischen Milchmarkt zu stabilisieren, haben die EU-Politiker einen neuen Einfall. Überschüssige Milch und Molkereiprodukte sollen kostenlos an Flüchtlinge verteilt werden.

Die Aussichten, die Superabgabe durch den Einspruch wieder zu bekommen, sind ungewiss. © Mühlhausen/landpixel
Zwei Krisen mit einer Klappe schlagen, das könnte einigen EU-Politikern zufolge funktionieren. Vorstellbar sei, dass die EU mit Mitteln für die Flüchtlingspolitik Milchprodukte aufkauft und sie an Flüchtlinge abgibt. Dadurch könnten die Erzeuger unterstützt werden, die derzeit unter sehr niedrigen Preisen für ihre Produkte leiden, hieß es am Dienstag aus EU-Kreisen in Brüssel. Über die Details müsse noch beraten werden. Man wolle innovativ an die Sache herangehen.
 

Hilfszahlungen sollen Flüchtlinge zugute kommen

Am Montag hat die EU-Kommission einen Entwurf für Hilfszahlungen im Volumen von 500 Millionen Euro zur Unterstützung der gebeutelten Milchlandwirte vorgelegt. Der Vorschlag erntete nicht nur Applaus - auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Flüchtlingsproblematik. Vor diesem Hintergrund wurden bereits Stimmen laut, dass in diesem Zusammenhang auch Flüchtlingen geholfen werden könne.
 
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