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Haltung und Mast

EU will Umsatzverluste durch südamerikanisches Rindfleisch ausgleichen

von , am
13.10.2011

Brüssel - Landwirte, die nachweislich Einbußen durch Handelsabkommen mit Drittstaaten erleiden, sollen künftig eine besondere Unterstützung aus EU-Töpfen erhalten.

150 Rinder mussten gekeult werden. © Mühlhausen/landpixel
Das geht aus dem Entwurf für einen erweiterten Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) hervor, den die EU-Kommission vergangenen Donnerstag im Rahmen des Legislativpakets für die Kohäsionspolitik nach 2013 vorgelegt hat.
 
Als Beispiele für die Auslösung von Hilfsmaßnahmen werden ausdrücklich ein bilaterales Abkommen mit südamerikanischen Agrarexporteuren, durch das insbesondere EU-Rindfleischerzeuger unter Druck geraten dürften, sowie der Abschluss der Doha-Runde genannt.
 
Die Brüsseler Behörde hatte Sonderhilfen für durch Handelsabkommen gebeutelte Landwirte in den vergangenen Monaten mehrmals in Aussicht gestellt. Im Mai 2010 hatte sie die jahrelang auf Eis liegenden Gespräche über ein Freihandelsabkommen mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay wiederaufgenommen. Die Einbindung der Landwirtschaft in den EGF darf als Versuch gewertet werden, massive Bedenken des Berufsstands gegen ein Mercosur-Abkommen zu zerstreuen.
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