Login
Aus der Wirtschaft

Europäische Union: Weniger Rindfleisch für den Export

von , am
05.03.2013

Die Länder der EU haben im Jahr 2012 fast 20 Prozent weniger Rindfleisch exportiert als im Jahr zuvor. Drittgrößter Rindfleischexporteur der Europäischen Union war 2012 Deutschland.

Der Preis für Schlachtkühe ist in der KW 29 leicht zurückgegangen. © Mühlhausen/landpixel
Gründe für die sinkenden Exporte waren unter anderem die kleinere Produktion (Angebot) und die hohen Preise am europäischen Markt. Trotz des Rückgangs war die exportierte Rindfleischmenge jedoch (nach 2011) noch immer die zweitgrößte seit zehn Jahren, Gleichzeitig war die EU das dritte Jahr hintereinander Nettoexporteur. Für das laufende Kalenderjahr erwartet die Kommission bislang einen weiteren Rückgang der Exporte und eine moderate Zunahme der Importe.

Weniger Exporte in die Türkei und nach Russland

Mit rund 519.000 Tonnen (t) war der Export von Rindfleisch aus der EU 2012 etwa 18 Prozent (%) oder 117.000 Tonnen kleiner als im Jahr zuvor. Trotz dieses kräftigen Rückgangs war dies - nach 2011 - die zweitgrößte Exportmenge der letzten zehn Jahre (2002).
 
Die beiden mit Abstand wichtigsten Exportmärkte für die Europäische Union waren auch 2012 Russland und die Türkei. Auf beide Länder entfielen jeweils knapp 20 % der mengenmäßigen Ausfuhren (jeweils 100.000 t). Im Vergleich zum Jahr 2011 ist der Absatz in die Türkei allerdings um rund 40 % eingebrochen und die Exporte nach Russland sind um 30 % geschrumpft.

Deutschland auf Rang drei

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Drittgrößter Rindfleischexporteur unter den Ländern der Europäischen Union war 2012 Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr ging der deutsche Export allerdings um fast 40 % zurück. Immerhin 30 % der deutschen Ausfuhren waren leben Rinder.
 
Der deutsche Anteil an den europäischen Gesamtexporten betrug etwa zwölf Prozent. Die nächstfolgenden Rindfleischexporteure der EU waren 2012 Spanien, Ungarn, die Niederlande, Österreich sowie Rumänien.
Auch interessant