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Milchproduktion

Export gewinnt für Milchmarkt bis 2020 an Bedeutung

von , am
30.11.2010

Ochtendung - Die deutsche Milchbranche muss sich auch in Zukunft auf einige Veränderungen einstellen. Dies machten jetzt Experten beim "Zukunftsforum Milch" der Erbeskopf Eifelperle eG in Ochtendung deutlich.

© agrarfoto.com

Demnach wird bei einer rückläufigen Inlandsnachfrage, nicht zuletzt wegen des demographischen Wandels in der Gesellschaft, die Bedeutung des Weltmilchmarktes und des Außenhandels sowohl für die deutschen Landwirte als auch für die Milchverarbeiter weiter zunehmen.

Um die Produktionsbasis in Deutschland zu sichern und keine Marktanteile zu verlieren, sei es für die Molkereien unverzichtbar, sowohl in andere EU-Länder als auch in Drittländer zu exportieren, betonte der Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbands (MIV), Eckhard Heuser.

Russland und Asien als wichtige Absatzmärkte 

Besondere Bedeutung hierbei misst er Russland und den asiatischen Staaten zu. Bereits jetzt werden laut Heuser mehr als 40 Prozent der in Deutschland produzierten Milchprodukte exportiert. Dieser Anteil soll seiner Aussage nach steigen. In Zukunft seien in der Molkereiwirtschaft leistungsfähige Unternehmen notwendig, die eine kritische Größe auf den Märkten haben, stellte der Hauptgeschäftsführer der zur Erbeskopf Eifelperle-Genossenschaft gehörenden Hochwald Nahrungsmittel-Werke, Karl-Heinz Engel, fest.

Nicht alle Kooperationschancengenutzt

Daher sei für Hochwald weiteres Wachstum wichtig, betonte er. Engel kritisierte, dass in der deutschen Milchwirtschaft bislang noch nicht alle Möglichkeiten der Zusammenarbeit genutzt würden. In diesem Zusammenhang hob er die Bereiche Milcherfassung, Produktion und Vermarktung hervor. Hier hält er noch erhebliche Kosteneinsparungen für erreichbar. Daher sei Hochwald auch offen für Gespräche um mögliche Kooperationen, und zwar regionale, nationale und internationale, machte Engel deutlich.

Milcherzeuger diskutieren die Zukunft

Für die Seite der Landwirte skizzierte stellvertretend ein Milchviehhalter aus der hessischen Gemeinde Linsengericht seine Erwartungen an die Hochwald-Molkerei als Vermarktungspartner: Er lege vor allem Wert auf einen dauerhaft überdurchschnittlichen Milchpreis und eine starke Molkerei, die ihren Mitgliedern auch langfristig Vermarktungssicherheit geben könne, sagte der Bauer. (aiz)

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