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#Februdairy: Veganer greifen Tierhalter in sozialen Medien an

Grafik zu Februdairy
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Julia Eder, agrarheute
am
07.02.2018

Auf die Veganer-Kampagne #Veganuary auf Facebook und Co. antworteten Milchviehhalter mit dem #Februdairy. Ein buchstäblich gefundenes Fressen für Kritiker.

Wortspiele sind beliebt in sozialen Netzwerken, ebenso wie Hastags (#). In der englischsprachigen Welt von Facebook und Co. deklarierten Veganer deshalb des Januar, englisch January, kurzerhand um und verbreiteten unter #Veganuary Bilder von Milch-Alternativen und Berichte über die "Grausamkeiten" der Tierhaltung. Das Ziel: Die guten Vorsätze zum neuen Jahr sollten beinhalten, auf tierische Produkte zu verzichten.

Tierhalter zeigen unter #Februdairy ihre Arbeit

Die Tierhalter hatten schnell eine Antwort parat: Seit Anfang Februar veröffentlichen sie Bilder und Berichte unter #Februdairy (engl. dairy=Milchwirtschaft). Zu sehen sind beispielsweise Milchgläser mit Sprüchen wie "Unterstütze deinen lokalen Landwirt" oder Bilder von Kälbchen im Stroh.

Diffamierung trifft vor allem Milchproduktion

Die Gegner tierischer Lebensmittel ließen nicht lange auf sich warten. Mittlerweile gibt es kaum mehr einen öffenlichen #Februdairy-Post, unter dem sich nicht die, zum Teil kritischen, zum Teil beleidigenden und diffamierenden Kommentare finden.

Unterstützung von Landwirtschaftsminister Eustice

Unterstützung erhalten die britischen Milchviehhalter ihrem Landwirtschaftsminister George Eustice. Wie Farmers Weekly berichtet, hält er die Kampagne für "absolut angemessen". Zu den Angriffen sagt er: "Wir leben in einer ziemlich intoleranten Zeit. Ich denke, etwas an den sozialen Medien bringt Menschen, die im täglichen Leben vollkommen höflich wären, dazu, sich boshaft und schändlich zu verhalten."

Mit Material von Facebook, Farmers Weekly

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