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Aus der Wirtschaft

Feste Preistendenz für Schlachtrinder

von , am
20.02.2012

Brüssel - Mit den Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union ist es in der Woche bis zum 12. Februar 2012 weiter bergauf gegangen.

Aufwärts ging es in der Berichtswoche am EU-Schlachtkuhmarkt. © Marcel Rolfes/pixelio.de
Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 erhöhte sich laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel gegenüber der Vorwoche um 0,92 Euro oder 0,2 Prozent auf 382,63 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Dabei stiegen die Preise in Rumänien und den Niederlanden mit einem Plus von 5,5 Prozent beziehungsweise 4,4 Prozent am stärksten. Eine Erlösverbesserung um 2,8 Prozent konnten die Rinderhalter in Italien realisieren; spürbare Aufschläge gab es auch in Portugal mit 1,7 Prozent und Großbritannien mit 1,4 Prozent.
 
Bei den beiden größten EU-Rindfleischerzeugern stiegen die Bullenpreise nur moderat an: in Frankreich um 0,5 Prozent und in Deutschland um 0,3 Prozent. Preisabschläge von 0,9 Prozent mussten hingegen die irischen Erzeuger hinnehmen; nur in Spanien mit 1,4 Prozent und in Griechenland mit 2,7 Prozent gaben die Kurse stärker nach. 

Aufwärtstrend am EU-Schlachtkuhmarkt

EU-Marktpreise für Rinder.
Aufwärts bewegte sich in der Berichtswoche auch der EU-Schlachtkuhmarkt: Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden im Schnitt der EU-Mitgliedstaaten 296,32 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das waren 3,04 Euro oder 1,0 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Ausschlaggebend dafür war die Entwicklung in den milchstarken Ländern, denn in Deutschland und Frankreich stieg die Notierung um 1,0 Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent; in Großbritannien betrug der Zuwachs 1,5 Prozent, in Italien sogar 2,7 Prozent. Dem stand eine leichte Abschwächung der Schlachtkuhpreise in Dänemark um 0,2 Prozent und in Irland um 0,5 Prozent gegenüber.

Teurer wurden auch Schlachtfärsen gehandelt

Für Tiere der Handelsklasse R3 wurde im Mittel der meldenden EU-Länder gegenüber der Vorwoche ein Plus von 2,19 Euro oder 0,6 Prozent auf 380,59 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht verzeichnet. Dabei stieg das Preisniveau in Dänemark um 1,8 Prozent und in Italien um 1,0 Prozent. In Frankreich, Österreich, Spanien und Deutschland legten die Notierungen zwischen 0,5 Prozent und 0,6 Prozent zu. Abstriche meldeten nur Irland und Luxemburg, und zwar von 0,8 Prozent und 0,9 Prozent.
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