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Haltung und Mast

Feste Tendenz an den EU-Rindfleischmärkten

von , am
10.10.2011

Brüssel - Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben zum Monatswechsel fester tendiert.

Der Preis für Schlachtkühe ist in der KW 29 leicht zurückgegangen. © Mühlhausen/landpixel
Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 erhöhte sich in der Woche zum 2. Oktober 2011 laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel saisonal um 4,74 Euro oder 1,3 Prozent auf 361,26 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. In Deutschland zog die Notierung um 1,4 Prozent an, in Frankreich um 1,1 Prozent. Das Plus in Spanien entsprach dem EU-Durchschnitt, während Italien einen Aufschlag von 2,1 Prozent meldete.
 
Polen und Griechenland verzeichneten einen Anstieg um glatt 1 Prozent. In Irland erhöhten sich die R3-Jungbullenpreise um 0,6 Prozent; in gleicher oder ähnlicher Größenordnung legten auch die Notierungen in Dänemark Großbritannien, Österreich, Litauen und Schweden zu. Über einen kräftigen Erlöszuwachs von 4,8 Prozent konnten sich die Mäster in den Niederlanden freuen. Noch höhere Aufschläge meldeten Bulgarien und Lettland.

Schlachtkühe: Preise im Aufwärtstrend

EU-Marktpreise für Rinder (Woche vom 26. September bis 2. Oktober 2011).
Unter dem Strich fester präsentierte sich in der Berichtswoche auch der Markt für Schlachtkühe. Für Tiere der Handelsklasse O3 wurden im Schnitt der EU-Mitgliedstaaten 275,59 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt, das waren 0,76 Euro oder 0,3  mehr als in der Woche zuvor. Dabei kam es in der Slowakei zu einem Preissprung von 21,2 Prozent. Prozent. In Deutschland und Frankreich zog die Notierung um jeweils 0,7 Prozent an. Spanien verbuchte ein Plus von 1,2 Prozent. Leicht abwärts ging es mit den Preisen für O3-Kühe in Irland, den Niederlanden und Polen. In Großbritannien verbilligten sich diese um 0,7 Prozent, in Belgien um 0,8 Prozent. Abschläge von 1,5 Prozent bis fast drei Prozent meldeten Österreich, Finnland und Italien.

Schlachtfärsennotierungen gut behauptet

Wie die Kuh-Notierung konnten sich auch die Preise für Schlachtfärsen im gewogenen EU-Mittel gut behaupten. Für Färsen der Handelsklasse R3 veröffentlichte die EU-Kommission zur Berichtswoche einen Durchschnittspreis von 352,03 Euro je 100  Kilogramm Schlachtgewicht; das waren 0,78 Euro oder 0,2 Prozent mehr als in der letzten vollen Septemberwoche. Den Trend gaben auch in diesem Segment Deutschland und Frankreich mit einem Aufschlag von jeweils 0,9 Prozent vor. In Spanien und Polen verbesserten sich die Preise um 0,7 Prozent, in Großbritannien um 0,5 Prozent. Vergleichsweise hohe Zuwächse für R3-Färsen wurden in Lettland, Rumänien, Tschechien und Ungarn verzeichnet. Dagegen meldete Irland einen Abschlag von 0,5 Prozent und die Niederlande ein Minus von 1 Prozent. In Italien ging es um zwei Prozent bergab.
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