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Milchproduktion

Fonterra baut Asien-Engagement weiter aus

von , am
18.11.2010

Auckland - Die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra Co-Operative Group Ltd will gemeinsam mit lokalen Partnern in Indien einen Modell-Milchviehbetrieb bauen.

© Werkbild

Wie Fonterra weiter mitteilte, hat der Konzern mit seinen designierten Partnern, dem indischen Agrargenossenschaftsverband Indian Farmers Fertiliser Cooperative Ltd (Iffco) und der in Neu Delhi ansässigen Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft Global Dairy Health Group, eine Absichtserklärung für eine Durchführbarkeitsstudie unterzeichnet.

Sollte das Projekt umgesetzt und der Modell-Betrieb gebaut werden, würde er eine Herde von 3.000 bis 5.000 Milchkühen umfassen.

"Lebhafter und wachsender Markt" 

"Indien ist ein lebhafter und wachsender Markt und wir freuen uns auf die Möglichkeiten, die dieser eröffnet", sagte Andrew Ferrier, der Vorstandsvorsitzende des neuseeländischen Konzerns. Branchenvertreter in diesem Land erwarten, dass der dortige Bedarf an Milch bis zum Jahr 2020 auf 180 Millionen Liter steigen wird. Im Ende März abgeschlossenen Wirtschaftsjahr hatte der Bedarf bei 112 Millionen Liter gelegen.

Auch Präsenz in China verstärkt

Auch in China, einem weiteren Wachstumsmarkt für Milchprodukte, hat Fonterra seine Präsenz erst kürzlich gestärkt. Mitte Oktober hatte die Genossenschaft bekannt gegeben, in der chinesischen Provinz Hebei 42 Millionen Neuseeland-Dollar (rund 22,7 Millionen Euro) zu investieren, um gemeinsam mit der Provinzregierung eine Milchfarm zu bauen. Das Projekt sei Teil der Unternehmensstrategie, die lokale Milchproduktion in China auszubauen, hatte Ferrier zu dieser Zeit mitgeteilt.

Bedarf nach Milchprodukten wächst 

Zugleich hatte er die Absicht des Konzerns bekräftigt, langfristig in Chinas lokale Molkereiindustrie zu investieren. Auf der Farm sollen künftig 3.000 aus Neuseeland eingeführte Kühe weiden. Fonterra betreibt bereits eine Milchviehfarm in Nordchina. In Asien wächst derzeit der Bedarf nach Milchprodukten. "Die Nachfrage am internationalen Milch- und Milchproduktemarkt kommt sicherlich zu 50 Prozent aus China, Pakistan und Indien", hatte ein deutscher Marktbeobachter erst vor Kurzem gesagt. Seiner Einschätzung nach wird China auf längere Sicht einen Importbedarf an Vollmilchpulver haben. (aiz)

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