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Milchproduktion

Fonterra erhöht Auszahlungsprognose um fast 20 Prozent

von , am
19.11.2009

Auckland - Die steile Aufwärtsbewegung der Milchpulvernotierungen verbessert die Einkommen in der neuseeländischen Landwirtschaft spürbar.

© Werkbild

Der führende Milchverarbeiter Fonterra erhöhte vergangene Woche seine Prognose für den Milchauszahlungspreis im bis Ende Mai laufenden Wirtschaftsjahr 2009/10 gegenüber Ende September um umgerechnet 0,46 Euro oder 19 Prozent auf 2,95 Euro pro Kilogramm Milchfeststoff, wie Agra-Europe berichtet.

Die Milchfeststoffeinheit besteht aus einer Fett- und einer Proteinkomponente. Dieser Preis geteilt durch den Faktor 11,64 ergibt den Literpreis, womit der Marktführer einen Preis von umgerechnet gut 25 Cent zahlen will. Vom Rekordniveau des Wirtschaftsjahres 2007/08 von 3,85 Euro, als eine Kombination aus einer Angebotsverknappung durch Dürre und einem Nachfrageschub von den Weltmärkten für Preissprünge gesorgt hatte, ist man damit aber immer noch sehr weit entfernt.

Höhere Prognose: Steigende Preise an internationalen Märkten verantwortlich

Aufsichtsratschef Henry van der Heyden begründete die jüngste Anhebung der Prognose mit den höheren Preisen an den internationalen Märkten und einer steigenden Zuversicht der Mega-Kooperative. Er gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass die Notierungen für Käse und Kasein nicht in gleichem Masse geklettert seien wie die Pulverpreise. Zudem machte van der Heyden darauf aufmerksam, dass sich der hohe Außenwert der neuseeländischen Währung gegenüber dem US-Dollar nachteilig auf die Erlöse der Landwirte auswirke. (lid)

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