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Aus der Wirtschaft

Frankreich fordert Ausbau der Rindfleisch-Intervention

von , am
10.06.2011

Paris - In Frankreich sinken die Rinderpreise wegen der Trockenheit und der EU fehlen die Möglichkeiten, etwas dagegen zu unternehmen.

Geflügelsektor: Frankreich bekommt EU-Hilfen. © Mühlhausen/landpixel
Dies beklagte der französische Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire auf dem Sonderagrarrat im Luxemburg. Wegen der Trockenheit verkauften zahlreiche Landwirte ihre Tiere, da für sie die Futtergrundlage fehle.
 
Das führe zu einem Preisdruck. Die Intervention stelle in ihrer heutigen Form kein ausreichendes Sicherheitsnetz gegen die Not dar, beklagte Le Maire. Er wurde im Rat vor allem von Belgien unterstützt.

Ciolos verweist auf jüngst eingerichtete Expertengruppe

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos lehnte einen höheren Interventionspreis für Rindfleisch ab. Er verwies im Rat aber auf die jüngst eingerichtete Expertengruppe, in der unter anderem über Gewinnmargen als Auslöser für die Intervention diskutiert wird. Zudem berichtete der Kommissar, Frankreich, Spanien und Belgien hätten einen Antrag auf vorzeitige Direktzahlungen gestellt. Schließlich könnten in Ausnahmefällen auch Stilllegungsflächen abgeweidet werden. Dazu müssten Auflagen in der 2. Säule der GAP kurzfristig abgeändert werden.
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