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Milchproduktion

Frankreich: Le Maire bezeichnet Vertragsentwürfe als 'inakzeptabel'

von , am
13.04.2011

Paris - Der französische Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire besteht auf einer korrekten Vertragspolitik. Die Molkereien müssten ihren Lieferanten ein neues Angebot unterbreiten.

Der Milchindustrie-Verband MIV rechnet mit einem durchschnittlichen Erzeugermilchpreis von 30 bis 31 Cent für das Jahr 2015. © icnivad/fotolia.de
Der französische Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire hat erste Abnahmeverträge der Molkereien mit ihren Lieferanten als "inakzeptabel" bezeichnet und zugleich die Milchproduzenten aufgerufen, sie in dieser Form keinesfalls zu unterzeichnen. Er befindet sich damit auf einer Linie mit dem Milcherzeugerverband (FNPL). Bei einem Treffen mit FNPL-Präsident Henri Brichart und rund 300 Milchproduzenten in Aurillac stellte Le Maire klar, die Abnehmer müssten ihren Lieferanten ein neues Angebot unterbreiten.

Keine Knebelverträge zu Lasten der Milchbauern

Keinesfalls dulden will der Minister "Knebelungsverträge" der Molkereien zum Nachteil der Milchproduzenten. Ebenso wenig könne im Rahmen der Vertragspolitik von den Abnehmern das Recht der Milchproduzenten zu Zusammenschlüssen in Frage gestellt werden. Die Vertragspolitik der Milchbauern und ihrer Erstabnehmer ist in Frankreich am 1. April, also zu Beginn des Milchwirtschaftsjahres 2011/12 in Kraft getreten und soll Le Maire zufolge einen konkreten Beitrag zur Einkommenssicherung der Milchviehbetriebe leisten.

Bündelung auf dem EU-Milchmarkt: Aigner hält Vorbehalte für unbegründet (2. April 2011)
 
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