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Seuche

Freiwillige Impfung gegen Blauzungenkrankheit erlaubt

© agrarfoto
von , am
16.06.2016

Da die Gefahr einer Einschleppung der Blauzungenkrankheit aus den Nachbarländern besteht, kann eine Impfung durch die Länderbehörden erlaubt werden. Das ist zu beachten.

Aufgrund der Ausbrüche von Blauzungenkrankheit in benachbarten Mitgliedstaaten und dem Beginn der Gnitzenzeit ist die Gefahr der Einschleppung nach Deutschland für die Serotypen 4 und 8 derzeit hoch. Der Bundesrat beschloss auf Empfehlung des Friedrich-Loeffler-Instituts in seiner Sitzung am 22. April 2016 die Änderung verschiedener tierseuchenrechtlicher Verordnungen. Unter anderem wurde die Möglichkeit eröffnet, dass mit Genehmigung der zuständigen Behörde die freiwillige Impfung mit inaktiven Impfstoffen gegen das Blauzungen-Virus erlaubt werden kann. Bei Fragen zur Impfung, insbesondere zur Genehmigung, sollen sich Landwirte an die zuständige kommunale Veterinärbehörde wenden.

    Bei der Impfung beachten

    Verbreitung der Blauzungenkrankheit (Stand: Mai 2016) © pd

    Das Landesuntersuchungsamt in Rheinland-Pfalz hat per Allgemeinverfügung die Impfung der empfänglichen Tiere gegen die Blauzungenkrankheit mit den genannten Serotypen erlaubt, berichtet die Eiffel-Zeitung. Folgende Punkte müssen Landwirte bei der Maßnahme berücksichtigen:

     

     

     

    • Der Impfstoff sei durch die praktizierenden Tierärzte bei den Herstellern zu beziehen.
    • Die Impfung darf auch nur von praktizierenden Tierärzten durchgeführt werden.
    • Die Impfung muss innerhalb von sieben Tagen nach erfolgter Impfung in die HIT-Datenbank unter Angabe der Registriernummer des Betriebes, des Datums der Impfung und des verwendeten Impfstoffes sowie bei Rindern auch unter Angabe der Ohrmarkennummer eingetragen werden.

      Klinische Symptome

      Symptome bei Rindern:

      • Entzündungen der Zitzenhaut und Schleimhäute im Bereich der Augenlider, Maulhöhle und Genitalien.
      • Zudem treten Ablösungen von Schleimhäuten im Bereich der Zunge und des Mauls sowie Blasen am Kronsaum auf.
      • Diese Symptome ähneln somit Symptomen der Maul- und Klauenseuche.

      Symptome bei Schafen:

      • Schafe zeigen ca.7-8 Tage nach der Infektion die ersten Anzeichen einer akuten Erkrankung: erhöhte Körpertemperatur, Apathie und Absonderung von der Herde.
      • Bald nach dem Anstieg der Körpertemperatur schwellen die geröteten Maulschleimhäute an. Es kommt zu vermehrtem Speichelfluss und Schaumbildung vor dem Maul. Die Zunge schwillt an und wird blau und kann aus dem Maul hängen.
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