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Haltung und Mast

Fressgitter- und Liegeboxen im Rinderstall flexibel abtrennen

von , am
16.06.2015

Bei Kunststoffpalisaden können Kühe Futter bis auf etwa 1,40 Meter vom Fressgitter entfernt erreichen. Druckstellen an der Schulter oder im Nacken gibt es nicht. Hier ein Beispiel aus der Praxis.

Die Abstände zwischen den Palisaden lassen sich beliebig je nach Tiergröße einstellen. © Götz
Flexible Kunststoffrohre eignen sich gut als Abtrennung für die Steuerung der Kühe, ohne diese zu behindern. Die Land und Forst hat Pascal Monhart in der Schweiz besucht. Er besitzt einen Offenfrontstall.
 
In seinem Stall wurden grüne Kunststoffpalisaden am Fressplatz montiert. Um den Futtertischboden zu schonen, schiebt der Landwirt das Futter zu den Tieren mit dem Traktor.

Die Palisaden biegen sich

Wenn die Kühe den Kopf weit nach vorne strecken müssen, drücken sie mit der Schulter gegen die Palisaden. Diese sind nicht starr, sondern biegen sich nach vorne. Sie sind auf einem Gummidrehelement montiert, das sich bis zu 30 Grad zum Futtertisch hin drehen lässt.
 
"Die Kühe können das Futter bis auf etwa 1,40 Meter vom Fressgitter entfernt erreichen", sagt der Landwirt. Druckstellen an der Schulter oder im Nacken gibt es nicht. 

Palisaden stehen im Abstand von 30 Zentimeter

Je nach Tiergröße lassen sich die Abstände zwischen den Palisaden beliebig einstellen. "Es bleibt keine Kuh mit dem Halsband hängen", sagt der Landwirt. Beim Nackenrohr kommt es vor, dass sich eine Kuh unter dem Rohr hindurch zwängt, wenn sie von hinten bedrängt wird. Da die Palisaden eng nebeneinander - im Abstand von etwa 30 Zentimeter - stehen, kann sich eine Kuh meistens neben eine andere zwängen, ohne dass sie diese vertreiben muss.

Vorteil: Kunststoff leitet keinen Strom

Auf dem 4,50 Meter breiten Fressplatz zwischen zwei Dachträgern haben sieben Kühe Platz, während am Fressgitter nebenan bei den Trockenstehern  sechs Tiere fressen können. Hier gibt das Fressgitter die Fressplatzbreite vor. "Auch steht keine Kuh mit dem Fuß im Futter", sagt der Landwirt. Nicht nur am Fressplatz sind  Kunststoffrohre montiert, sondern auch bei den Liegeboxen. Hier sind es die Abtrennungen und das Nackenrohr. 
Gegenüber Metallrohren hat der Kunststoff den Vorteil, dass er keinen Strom leitet und sich weniger kalt anfühlt.

Kunststoffpalisaden zur Abtrennung im Rinderstall

Der Offenfrontstall des Landwirtes Pascal Monhart in der Schweiz. © Götz
Die Palisaden sind nicht starr, sondern sie biegen sich nach vorne. © Götz
Der Landwirt schiebt das Futter mit dem Traktor zu den Tieren. © Götz
In diesen Boxen fühlen sich die Kühe offenbar wohl. © Götz
Der Landwirt hat drei Anforderungen an den Stallboden seiner Liegeboxen: weich, griffig und trocken. © Götz
In seinem Betrieb "bleibt keine Kuh mit dem Halsband hängen", sagt der Landwirt. © Götz
Die Liegeboxenabtrennungen sind aus Kunststoff. © Götz
Fädelt sich ein Halsband in eine Palisade ein, fädelt es sich beim Heben des Kopfes wieder aus. Bei Halsbügeln ist das nicht immer möglich. © Götz
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