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Aus der Wirtschaft

Furazolidon: Eine Futtermittel-Probe positiv getestet

© landpixel
von , am
06.08.2014

Hannover - In Niedersachsen liegen die ersten Ergebnisse der Futtermittelproben vor, die mutmaßlich mit dem Antibiotikum Furazolidon belastet waren. In einer wurde der verbotene Wirkstoff festgestellt.

Die BSE-Testpflicht für gesund geschlachtete Rinder ist nun offziell aufgehoben. © Mühlhausen/landpixel
Im Fall der aus den Niederlanden nach Niedersachsen gelieferten Futtermittel, die möglicherweise mit dem in der EU seit 1995 verbotenen AntibiotikumFurazolidon belastet waren, liegen erste Ergebnisse von Probenahmen seitens des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) vor.
 
Nach Angaben des Landesamtes sind darunter die Ergebnisse der Futtermittelproben von den drei Rinder haltenden Betrieben im Landkreis Grafschaft Bentheim, in denen eine Verfütterung der mutmaßlich belasteten Futtermittel an Rinder erfolgt ist. Bei einem dieser drei Betriebe wurden dabei Rückstände des pharmakologischen Wirkstoffes Furazolidon nachgewiesen.
 
Das hat zur Folge, dass das Fleisch betroffener Rinder aus diesem Betrieb erst dann wieder vermarktet werden darf, bis nachgewiesen ist, dass keine Belastung vorliegt. Der Landkreis Grafschaft Bentheim überwacht die Maßnahme. Die Proben aus den beiden anderen Rinder haltenden Betrieben waren unauffällig. Sie dürfen damit auch das Fleisch wieder vermarkten.

Elf Betriebe betroffen

Im Zuge der aktuellen behördlichen Ermittlungen ist laut LAVES unterdessen festgestellt worden, dass sich die Zahl der mit dem niederländischen Futtermittel belieferten Betriebe in Niedersachsen von neun auf elf erhöht hat.
 
Ein Betrieb hat nach derzeitigem Kenntnisstand weitere zwei Biogasanlagen beliefert, bei denen allerdings nicht von einer Verfütterung des Futters auszugehensei.

Milchproben unauffällig

Über das EU-Schnellwarnsystem war das niedersächsische Verbraucherschutzministerium Ende Juli darüber informiert worden, dass nicht nur Nordrhein-Westfalen, sondern auch Niedersachsen von Lieferungen eines niederländischen Futtermittelherstellers betroffen ist, der im Verdacht steht, mit Antibiotika verunreinigte Produkte ausgeliefert zu haben.
 
Nach derzeitigem Kenntnisstand haben die insgesamt elf Betriebe in Niedersachsen von dem niederländischen Betrieb insgesamt etwa 490 Tonnen Getreideerzeugnisse erhalten. Die vom LAVES zwischenzeitlich genommenen und untersuchten amtlichen Milchproben waren allesamt unauffällig. Es wurden keine Rückstände von Furazolidon nachgewiesen.
Damit kann die Milch auch weiterhin geliefert werden.
 
Ende der letzten Woche wurde zudem bekannt, dass mit dem verbotenen Antibiotikum belastetes Fleisch aus den Niederlanden nach Niedersachsen geliefert wurde. Dabei handelte es sich allerdings nur um vier kleine Chargen. Nach weiteren Nachforschungen in den betroffenen Landkreisen Stade, Göttingen, Harburg und Lüneburg wurden keine weiteren Partien belasteten Fleisches entdeckt.
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