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Grundfutter

Futtermangel nach Dürre: So reagieren Praktiker

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am Montag, 26.09.2022 - 05:00 (3 Kommentare)

Dürre und hohe Temperaturen haben dem Mais in diesem Jahr zugesetzt. agrarheute hat Praktiker gefragt, wie sie mit der geringeren Maisernte in diesem Jahr umgehen.

In diesem Jahr startete die Maisernte aufgrund der Dürre fast überall deutlich früher. Die Parallelen zum Jahr 2018 werden deutlich. Auf vielen Betrieben fiel der Silomaisertrag in diesem Jahr wieder deutlich geringer aus als in normalen Jahren.

Der Mais der mittlerweile in den Mieten liegt, ist nach der anhaltenden Trockenheit im Sommer in Verbindung mit den hohen Temperaturen sehr trocken und enthält viel Stickstoff. Zu Beginn der Silierung besteht nun das Risiko, dass sich gefährliche nitrose Gase bilden.

Futtermangel: Futter zukaufen und Tierbestände anpassen

In einigen Regionen Deutschland schlägt sich die Dürre nicht nur auf die Silagequalität nieder, sondern auch auf die Erntemenge. Besonders Milchviehbetriebe müssen sich Strategien überlegen, wie sie trotz Grundfuttermangel ihre Tiere im kommenden Herbst und Winter versorgen.

„Wir haben in der Familie darüber diskutiert, wie wir mit der Situation umgehen“, sagt eine Leserin in der agrarheute Gruppe für agrarfrauen auf Facebook. „Für mich ist die Sache klar: wir müssen den Kuh- und Jungviehbestand abstocken. Beim Jungvieh sind mein Mann und ich einer Meinung, bei den Kühen dagegen ganz und gar nicht“, erklärt sie.

Bei einer anderen Leserin ist der Futtermangel ähnlich drastisch: „Was die Trockenheit in diesem Jahr nicht genommen hat, haben die Schweine geholt. Wir haben bereits Futter zugekauft, was für uns als Biobetrieb besonders schwierig und teuer ist. Es ist ein ganz schlimmes Jahr.“

Doch nicht auf allen Betrieben sieht es so düster aus. „Wir haben die Maisernte schon vor einigen Wochen beendet“, sagt eine andere Leserin in der agrarheute Gruppe für agrarfrauen. „Mein Mann war auch erstaunt, dass es viel mehr Mais gegeben hat als erwartet. Zum Glück! Außerdem haben wir noch Restmais vom letzten Jahr. Damit könnten wir gerade so über die Runden kommen, deshalb warten wir jetzt erst einmal ab.“

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