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Vergiftung

Galloway-Rinder vermutlich an Gartenabfällen verendet

Galloway Rinder auf Weide
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Eva Eckinger, agrarheute
am
11.04.2018

In Schleswig-Holstein sind gleich mehrere Galloways tot auf der Weide gefunden worden. Die Landwirte vermuten giftige Gartenabfälle als Todesursache.

Wie die Lübecker Nachrichten (LN) berichten, sind in Ostholstein Galloway-Rinder vermutlich an Gartenabfällen verendet. Binnen nur zehn Tagen seien in Zarnekau in Schleswig-Holstein mehrere tote Jungtiere aufgefunden worden. Eines davon sei eine Totgeburt gewesen. Die drei anderen aber starben vermutlich aufgrund von Vergiftungen, so LN-Online.

Auf den Weideflächen der Tiere waren wohl Gartenabfälle entsorgt worden.

Jäger beobachtet taumelnde Tiere

Ein Jäger habe taumelnde Tiere beobachtet, heißt es im Bericht. Bei der Kontrolle der Rinder hatten die Besitzer aber keine ungewöhnlichen Anzeichen an ihnen festgestellt. Am nächsten Morgen waren zwei Tiere tot, ein weiterer Jungbulle folgte zwei Tage später, so die Landwirte gegenüber LN-Online. Blutproben der verendeten Galloways werden an der Uni Hannover untersucht. Allerdings lassen sich Vergiftungen leider meist schwer nachweisen.

"Futtermangel" sei Ursache gewesen

Ein anonymes Schreiben an die Redaktion der Lübecker Nachrichten behauptete, die Rinder hätten "aus Futtermangel trockene Stängel vom giftigen Jakobskreuzkraut (JKK) gefressen" und seien daran eingegangen. Dem aber widersprechen die Besitzer der Galloways. Die Herde würde einmal am Tag mit JKK-freier Silage gefüttert.

Rinder an akuter Vergiftung eingegangen

Die Landwirte vermuten laut LN-Online, dass die Tiere an einer akuten Vergiftung eingegangen seien. Ein benachbarter Züchter habe nämlich auf einer seiner Weiden Gartenabfälle wie Eiben- und Kirschlorbeerzweige sowie Efeuschnitt gefunden. Hierbei handelt es sich um für Mensch und Tier giftige Pflanzen.

Gartenabfall schadet Tieren

Nun habe einer der Besitzer auch auf seinen Flächen abgeschnittene Lebensbaum- (Thuja) und Kirschlorbeerzweige entdeckt, berichten die Lübecker Nachrichten. Erstens sei es dreist, seinen Gartenabfall auf diese Weise zu entsorgen, meinen die Landwirte. Zum anderen würden die Leute den Tieren damit keineswegs etwas Gutes tun, sondern ihnen vielmehr schaden.

Mit Material von LN-Online

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