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Milchproduktion

Gericht vernimmt Zeugen

von , am
05.03.2010

Bautzen - Der Prozess um die Blockade der zur Unternehmensgruppe Müller gehörenden Sachsenmilch AG im Juni 2008 geht weiter: Das Landgericht Bautzen vernimmt heute erste Zeugen.

Über 100 Landwirte blockierten im Juni 2008 die Zufahrt der Molkerei Sachsenmilch. © Matthias Ludwig

Mit der Zeugenvernehmung will das Landgericht Bautzen heute klären, wer im Juni 2008 wen und auf welche Weise zur Blockade der Sachsenmilch-Molkerei in Leppersdorf bei Dresden aufgerufen hat.

Die Sachsenmilch AG, die zur Unternehmensgruppe Müller gehört, klagte gegen den Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) und weitere Verbände und hatte Schadenersatz in Höhe von 687.000 Euro verlangt.

Juni 2008: Landwirte blockieren Molkerei-Zufahrt

Die Milchbauern hatten im Mai und Juni 2008 bundesweit für höhere Milchpreise demonstriert und dabei auch Molkereien blockiert. Im Fall des Sachsenmilch-Werks in Leppersdorf hatten Anfang Juni über 100 Landwirte drei Tage lang die Zufahrt der Molkerei versperrt.

November 2009: Gütliche Einigung gescheitert

Eine gütliche Einigung zwischen Sachsenmilch und den Milchbauern war im November 2009 gescheitert, weil bei den Prozessbeteiligten zu große Differenzen bei Schadenersatzforderung- beziehungsweise -angebot bestanden hatten: Sachsenmilch verlangte 300.000 Euro, die Landwirte waren aber nur bereit, 60.000 zu geben. (pd)

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