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Milchviehfütterung

Gesunde Rinderherden nur mit Betacarotin

Fressende Kühe
am
26.06.2019

Betacarotin ist nicht nur die Vorstufe für Vitamin A und damit unerlässlich für die Fruchtbarkeit, sondern es stärkt auch die Abwehrkräfte von Kuh und Kalb.

Vitamin A hat einen vielfältigen Nutzen im Organismus. Es wirkt im zentralen Nervensystem, im Hormonhaushalt, im Nuklein-Stoffwechsel, bei der Bildung und Funktion von Deck- und   Drüsengeweben, hat vielfältige Wirkungen im Ovarialzyklus sowie als „Wachstumsvitamin“. ß-Carotin gehört zu den Carotinoiden und ist in allen Pflanzen enthalten, die auch den grünen Farbstoff Chlorophyll enthalten. Es wird durch den ausgewachsenen Wiederkäuer zu 20 bis 70 Prozent resorbiert.

Wo ß-Carotin wirkt

Nachhaltig wirkt ß-Carotin besonders auf die Fruchtbarkeit des Rindes. Die Funktion des ß-Carotins im Gelbkörper und in den Ovarien wurde intensiv untersucht und zeigt sich als eine wichtige Nahtstelle für Trächtigkeit und Fruchtbarkeit. Als Vitamin A hat es Einfluss auf den Gehalt der somatischen Zellen in der Milch. Dies lässt sich durch die ß-Carotinversorgung indirekt beeinflussen.
Der Transfer von ß–Carotin ins Kolostrum findet in den letzten vier Wochen vor dem Kalben statt. Der Übergang ist entscheidend, um das Kalb in den ersten Tagen nach der Geburt mit Vitamin A zu versorgen.
In den letzten 20 Jahren hat sich gezeigt, dass ß-Carotin ein bedeutender Faktor im antioxidativen Potential des Stoffwechsels darstellt. Die Wirkung als Antioxidans ist unabhängig vom Vitamin A.

Wann ergänzen?

Vor allem im geburtsnahen Zeitraum (gesamte Periode des Trockenstellens bis rund sechs Wochen nach dem Kalben) ist eine Ergänzung wichtig, um Muttertier und Kalb gesund zu erhalten und die Fruchtbarkeit zu fördern. Wird durch eine Blutuntersuchung festgestellt, dass die Herde insgesamt nicht ausreichend versorgt ist, gilt es in allen Abschnitten ein ß-Carotin-Präparat zuzugeben. Dafür gibt es ein ausreichendes Angebot auf dem Markt. Das Präparat sollte nicht als Bestandteil des Mineralfutters verabreicht werden, um ein Abbau des ß-Carotins durch Oxidationsprozesse während der Lagerung zu vermeiden. Besser ist es, an Trägerstoffe gebundenes ß-Carotin über eine Konzentratvormischung in die Ration zu geben.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Juniausgabe 2019 agrarheute Rind.

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