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Milchproduktion

Global Dairy Trade Event: Auktionspreise stabilisieren sich

© fotolyse/fotolia
von , am
04.04.2012

Zum ersten Mal seit Januar haben die Auktionspreise bei der Handelsrunde am Montag wieder leicht zugelegt. Dennoch liegen die Preise um 20 Prozent unter denen vom April des vergangenen Jahres.

In Bayern © Konstantin Fedorov
Der Preisindex für die acht an der globalen Handelsplattform gehandelten Milchprodukte war am Ende dieser Auktion 1,5 Prozent (%) höher als bei der letzten Handelsrunde vor zwei Wochen. Im Vergleich zum April vor einem Jahr liegen die aktuellen Auktionspreise jedoch knapp 20 Prozent niedriger und gegenüber der letzten Preisspitze von März 2011 beträgt er Abstand sogar 30 Prozent.
 
Die Konsolidierung der Auktionspreise betraf zudem nicht alle Milchprodukte. Während die Preise für Käse, Eiweiß und Milchfett deutlich zulegten, ging es bei den Milchpulverpreisen weiter abwärts.

Aufschläge für Käse und Milchfett

Überraschend deutlich haben bei der aktuellen Handelsrunde die Preise für Käse zugelegt. Der Preisaufschlag gegenüber der letzten Auktion betrug 13,2 %. Damit liegt das Niveau der Käsepreise jedoch noch immer elf Prozent niedriger als im Januar dieses Jahres und sogar 22 % unter der letzten Preisspitze vom Juli 2011.
 
Am stärksten zogen bei der aktuellen Auktion die Preise für Kasein an. Hier kletterte der Auktionspreis um 13,8 %. Dennoch ist das damit erreichte Niveau noch zehn Prozent niedriger als im Januar und sogar 30 % niedriger als im Juli 2011.
 
Einen kräftigen Preisaufschlag gab es auch für Wasserfreies Milchfett (AMF). Dieses Produkt hatte bei den letzten Auktionen allerdings auch die stärksten Abschläge hinnehmen müssen. Die aktuellen AMF-Preise sind deshalb noch immer zwölf Prozent niedriger als im Januar und liegen sogar 45 % unter dem Niveau vom März 2011.
 
Um 13,1 % verteuert hat sich Milchproteinkonzentrat (MPC70). Hier beträgt der Preisrückgang zum Januar noch 20 % und zum Oktober 2011 sogar 30 %.

Milchpulverpreis geben weiter nach

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Abwärts ging es jedoch erneut mit den Milchpulverpreisen. Für Magermilchpulver gaben die Auktionspreise um knapp ein Prozent nach und erreichten damit den niedrigsten Stand seit 17 Monaten. Seit Januar haben die Magermilchpulverpreise immerhin acht Prozent verloren und seit Juni 2011 rund 30 %.
 
Für Vollmichpulver gingen die Preise bei der aktuellen Handelsrunde um rund 2,8 % zurück. Niedriger waren die Vollmilchpulverpreise zuletzt im August 2010.
 
Erstmals mitgeboten hat bei dieser Handelsrunde der europäischen Milchkonzern ARLA und der australische Milchverarbeiter Murray Goulburn. ARLA hat Magermilchpulver für rund 2700 USD/t zum Julitermin verkauft und bewegte sich damit in etwa auf dem Preisniveau des US-Anbieters Dairy Amerika, jedoch unter den Preisen der neuseeländischen Fonterra-Gruppe.
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