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Milchproduktion

Global Dairy Trade: Schwacher Start ins neue Jahr

von , am
04.01.2012

An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (GlobalDairyTrade) haben die Auktionspreise in der ersten Handelsrunde des neuen Jahres nachgegeben. Allerdings fiel der Preisrückgang mit -0,7 Prozent ziemlich moderat aus.

Die neuseeländischen Milchbauern haben ihre Produktion deutlich gedrosselt. © Mühlhausen/landpixel
Bei der letzten Auktion des alten Jahres waren die Preise bereits um -1,6 Prozent (%) zurückgegangen, nachdem es in den beiden Handelsrunden zuvor noch Preisaufschläge von jeweils 2,6 % gegeben hatte. Damit liegt das durchschnittliche Preisniveau aller sieben gehandelten Milchprodukte zu Beginn des neuen Jahres rund 23 Prozent unter der letzten Preisspitze vom Februar 2011 und etwa drei Prozent über dem letzten Tiefpreis vom Oktober 2011. Im Vergleich zum vorigen Jahr lagen die Preise Anfang Januar 2012 rund acht Prozent niedriger.

Buttermilchpulver teurer, Käse stabil

Wie schon bei den letzten beiden Auktionen waren die Preistrends nicht bei allen Milchprodukten einheitlich. So zogen die Notierungen für Buttermilchpulver auf der Auktion kräftig um 9,3 % an und auch die Preise für Milchproteinkonzentrat (MPC70) legten um 2,3 % zu. Die stärksten Preisabschläge mussten mit 5,1 % bzw. 4,0 % wasserfreies Milchfett (AMF) und Kasein hinnehmen. Vergleichsweise moderat fiel der Preisrückgang hingegen bei Magermilch- und Vollmilchpulver mit -0,6 % und -0,8 % aus. Fast unverändert blieben auf der aktuellen Auktion die Käsepreise (Cheddar).
 
Auch die Spotmarktpreise beim Export europäischer Milchprodukte hatten kurz vor dem Jahreswechsel leicht nachgegeben. Gleichzeitig blieben jedoch die Exportpreise der ozeanischen Länder relativ stabil.
 
Terminmärkte erwarten Marktstabilisierung
 
An den relativ stark am Weltmarkt orientierten US-Terminmärkten geht man derzeit nicht mehr von einem weiteren Rückgang der Milchpreise aus. Nachdem die Erzeugerpreise dort in der zweiten Jahreshälfte um rund 20 Prozent nachgegeben hatten und man zunächst im ersten Quartal 2012 einen weiteren Rückgang von etwa zehn Prozent erwartet hat, sieht es jetzt doch nach einer Konsolidierung der Milchpreise bei etwa 38 US-Ct/kg aus. Ursache für diese insgesamt positivere Prognose ist die offensichtliche Stabilisierung der Exportnachfrage im letzten Quartal 2011.
 
Dieser verbesserte Ausblick spiegelt sich im Wesentlichen auch in den Terminmarktpreisen für die börsengehandelten Milchprodukte wider. So gehen die US-Händler beim relativ stark exportabhängigen Käsemarkt von Januar bis Mai jetzt von einem leichten Preisanstieg aus. Bei Magermilchpulver rechnet man am US-Terminmarkt für die nächsten Monate mit wenig veränderten Preisen und bei Butter geht man bis Mai sogar von einem Preisanstieg von etwa sechs Prozent aus.
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