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Analyse

Globaler Milchpreis sinkt kräftig

zink
am
05.11.2015

Die Exportpreise für Milchprodukte sind auf der internationalen Handelsplattform GlobalDairyTrade Anfang November kräftig zurückgegangenen. Neuseeland produziert scheinbar doch mehr Milch, als erwartet.

Wie dlv-Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager berichtet, fällt der Produktionsrückgang in Neuseeland bisher nicht so kräftig aus wie zuvor erwartet wurde. Gleichzeitig bleiben die Importmengen der beiden TOP-Importeure China und Russland auf dem bisherigen (deutlich reduzierten) Niveau und kann auch durch größere Einfuhren anderer Importeure nicht ausgeglichen werden. Zudem ist der Oktober in Neuseeland der Monat mit der größten Milchanlieferung und dem stärksten Angebotsdruck. Analysten berichten dass die Anlieferung im September noch 7,5  Prozent unter der Rekordproduktion aus dem Vorjahr lag und der Rückstand im Oktober nur noch etwa vier Prozent betrug.

Terminmarkt hat Korrektur vorweggenommen

Am neuseeländischen Terminmarkt NZX waren die Kontraktpreise für das wichtigste Exportprodukt Vollmilchpulver im Verlauf des Oktober um etwa 15 Prozent von 3000 USD/t auf etwa 2550 USD/t (November) zurückgegangen. Zuvor waren sich die Kontraktpreise von August bis Anfang Oktober jedoch um 75 Prozent nach oben geschossen, so dass auch das korrigierte Niveau noch 50 Prozent über den letzten Tiefpreisen von 1700 USD/t liegt. Die Erwartungen der Analysten an die weitere Entwicklung des Marktes sind eher zurückhaltend.

Exportpreise seit Oktober um 10 Prozent gefallen

Bei der aktuellen Auktion der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade am 03. November sind die Preise für die wichtigsten an den Exportmärkten gehandelten Milchprodukte sehr deutlich um 7,4 Prozent zurückgegangen. Zusammen mit der vorigen Korrektur von Mitte Oktober mit Minus 3,5 Prozent sind die Exportpreise damit wieder um 10,5 Prozent gefallen.

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