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Milchproduktion

Günstigere Marktbedingungen als im Vorjahr erwartet

von , am
22.01.2010

Wien - Die globale Milcherzeugung dürfte heuer nur wenig wachsen. In Ozeanien, vor allem Australien, bleibt die Produktion hinter den Erwartungen deutlich zurück.

© Verband der Deutschen Milchwirtschaft e. V.

In den USA wird seit dem Herbst 2009 nach einer Reihe von Jahren mit stetem Wachstum weniger Milch erzeugt und die Prognosen für 2010 deuten auf eine längere Unterbrechung des Wachstums hin.

In den wichtigsten Ländern Lateinamerikas (Argentinien, Mexiko und Brasilien) zeigen sich teils Stagnation und teilweise sogar Rückgänge. Indien erzeugt von Jahr zu Jahr mehr Milch; angesichts der wachsenden Bevölkerung bleibt von diesem Wachstum nur selten mehr für den Export übrig.

Widersprüchliche Informationen kommen aus China, steigende Milchpulverimporte lassen dort eher eine Stagnation oder sogar eine schrumpfende Erzeugung vermuten. In Russland erhofft man sich von einer verstärkten Förderung der Milcherzeugung eine bessere Versorgung des Binnenmarktes aus eigener Produktion, aber alles vollzieht sich in kleinen Schritten. Dies geht aus dem jüngsten Milchmarktbericht der LK NÖ hervor.

Experten rechnen mit höherem Milchpreisniveau

Unter der Annahme, dass die Milcherzeugung in der EU - quotenbedingt - nur wenig wächst, die Nachfrage am Binnenmarkt sich stabilisiert und die Drittland-Exporte weiter zulegen, rechnen die Experten damit, dass das Milchpreisniveau nach oben tendieren wird. Die Ausgangslage sei jedenfalls zum Jahresbeginn 2010 günstiger als Anfang 2009, weil der Markt nicht mit strukturellen Überschüssen aus dem Vorjahr belastet sei, wird betont. Staatliche Maßnahmen, vor allem die Intervention, dürften für deutlich geringere Mengen in Anspruch genommen werden und dies vermutlich über kürzere Zeiträume. Das in Euro ausgedrückte Preisniveau am Weltmarkt werde mehr als 2009 die Märkte, das Preisniveau sowie die Preisschwankungen beeinflussen, heißt es in der Marktprognose für die erste Jahreshälfte. (aiz)

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