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Haltung und Mast

Gute Zuchtbullen durch genomische Selektion erkennen

von , am
23.09.2009

Berlin - Mit über 230.000 Euro fördert das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein Forschungsprojekt zur Prüfbullenauswahl beim Braunvieh.

© agrarfoto.com

Hierbei soll eine neuartige Selektionsmethode (genomische Selektion) angewendet werden, die es ermöglicht, über die Analyse der Gensequenzen das genetische Potential der Zuchttiere abzuschätzen.

So kann die Zuchtwertschätzung bereits beim Kalb vorgenommen werden, ohne dass Leistungen von Nachkommen vorliegen. Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Gerd Müller, hat am gestrigen Dienstag in Kempten die Bewilligungsbescheide an die Zuwendungsempfänger überreicht.

Müller: Moderne Zuchtmethoden sichern Wettbewerbsfähigkeit

"Eine leistungsfähige Milchwirtschaft ist abhängig von einer leistungsfähigen Rinderzucht", sagte Müller. "Modernste Zuchtmethoden sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit und helfen, unsere Marktposition weltweit auszubauen." Von der genomischen Selektion versprechen sich die Tierzüchter Kostenvorteile von bis zu 90 Prozent gegenüber herkömmlichen Züchtungsprogrammen. Sie ermöglicht eine frühere und gezieltere Auswahl wertvoller Zuchttiere und damit einen schnelleren Zuchtfortschritt. Damit dürfte es der Deutschen Braunviehzucht - mit der größten Braunviehpopulation weltweit - möglich sein, ihre Marktposition zu sichern und auszubauen.

In dem Projekt arbeiten die Tierzuchtforschung e.V., Grub, das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e.V. und die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft zusammen. Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus dem Innovationsprogramm des BMELV. (pd)

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