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Aufreger der Woche

Handel drückt Milchpreis: 'Bei 20 Cent braucht keiner mehr kalkulieren'

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
25.04.2016

Um bis zu 10 Cent je Kilogramm hat der Handel den Milchpreis in der aktuellen Verhandlungsrunde gesenkt. Die Reaktionen auf unserer facebook-Seite sind eindeutig.

Nach Berichten der Lebensmittelzeitung soll es bei der Milch Preissenkungen von bis zu 10 Cent je Liter geben. Als eine "gemeinsame Bankrotterklärung von Molkereien und Lebensmittelhandel" bezeichnete der DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken das Ergebnis der aktuellen Milchpreisverhandlungen zwischen Molkereien und Handel.

Das Ergebnis führte auch zu starken Reaktionen auf unserer facebook-Seite.

'Schlag ins Gesicht'

"Es wurden auf allen Seiten Fehler gemacht, aber einen derartigen Schlag ins Gesicht haben die Landwirte auch nicht verdient. Das ist definitiv eine ziemliche Sauerei", findet Martin.

"Erst wenn der letzte Landwirt verschwunden ist, erst dann merken viele Menschen das man Geld nicht essen kann!", schreibt Ruedi.

Adriane schreibt: "10 Cent, da interessiert es mich doch selbst als Verbraucher wie das zum Überleben reicht. Interessant ist, wie viel die Märkte wie Rewe, etc. an einem Liter Milch verdienen. Ich selbst hole lieber meine Milch beim Bauern direkt und dafür bezahle ich gerne ein bisschen mehr."

'Getreide- oder Schweinefleischpreis ist auch net besser'

Marc meint: "Soviel wie über den schlechten Milchpreis berichtet wird, könnt man schon fast meinen, dass alle anderen Landwirte Bauern dritter Klasse sind. Der Getreide- oder Schweinefleischpreis ist auch net besser."

"Was habt ihr jahrelang über uns Ferkelerzeuger gelacht, wenn wir eine Durststrecke hatten. Und ihr jammert schon nach nur einem Jahr freier Marktwirtschaft. [...] Jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer rechnet und gut kalkuliert, lebt weiter!", kommentiert User No Mis die Meldung.

Dies lässt Sven so nicht stehen: "Bei 20 Cent braucht keiner kalkulieren. Wenn du darauf stehst, dass deine Ferkel verramscht werden, ist das dein Bier."

Markus gibt zu bedenken: "Ich kenne keinen Landwirt, der über das eine, noch das andere lacht. Ob Schwein oder Rind, die Preise sind generell einfach lächerlich. Aber irgendwie steht die Landwirtschaft eh an letzter Stelle."

'Milch wird nicht weniger'

"Das schlimme ist, dass jede Kuh die aus einem Betrieb geht der aufhört, gleich wieder in einen anderen noch größeren [...] Betrieb geht! Und die Milch wird nicht weniger", postet René.

"Lieferstop sofort! Milch ab in die Güllegrube, die einzige Lösung!", schreibt Mike in die Runde.

"Meine Meinung dazu ist, dass die Menschen die Lebensmittel nicht mehr genug wertschätzen", findet Ingo. 

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