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Schleswig-Holstein

Herpesvirus: 1800 Rinder müssen getötet werden

Kuh-Holstein-Rind
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Jana Semenow, agrarheute
am
02.02.2018

Auf einem Milchviehbetrieb in Padenstedt in Schleswig-Holstein wurde der Rinderherpes-Virus BHV1 festgestellt. Alle Tiere müssen nun gekeult werden.

Schleswig-Holstein galt seit März 2017 als offiziell frei von der Bovinen-Herpesvirus-Infektion (BHV1), auch bekannt unter Rinderherpes. Aber jetzt wurde auf einem Betrieb in Padenstedt die hochansteckende Virusinfektion festgestellt. Die zuständige Veterinäraufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde ordnete daraufhin die Schlachtung der Rinder an. Ein weiterer Nachbarbetrieb ist ebenfalls betroffen. Insgesamt wurden 1800 Rinder geschlachtet.

Rinderherpes auch im Nachbardorf Ehndorf

Zwei Wochen zuvor hatte der Landwirt seinen Tierarzt gerufen, weil mehrere seiner Kälber husteten. Die Analyse der Tupferproben zeigte, dass es sich um das hochansteckende BHV1-Virus handelte. Die Veterinäraufsicht wurde daraufhin eingeschaltet und der Vorfall gemäß Tierseuchenrecht abgewickelt. Hierzu wurde bei allen Tieren ein Antikörpernachweis durchgeführt. Der Test fiel für 89 Prozent des Bestands positiv aus. Auch in einem gepachteten Stall im Nachbarort Ehndorf, konnte der Virus nachgewiesen werden. Hier wurden die Tiere bereits abgeholt. In Padenstedt wird dies in den nächsten Tagen erfolgen.

Betriebe müssen gereinigt und desinfiziert werden

„Die Situation ist für die Landwirte bedrückend, weil sie zum großen Teil ihre Bestände verlieren. Die die Lage im Land ist aber stabil. Wir sind seit März 2017 offiziell BHV1-frei, inzwischen gilt das für ganz Deutschland. Dieser Status ist auch nicht gefährdet, selbst wenn es – wie es in anderen Bundesländern auch der Fall ist – noch zu vereinzelten Ausbrüchen kommt“, sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck heute (2. Februar).

Mit Material von Kieler Nachrichten, Ministerium Schleswig-Holstein

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