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Milchproduktion

Hohe Milchproduktion, Quote anteilig ausgeschöpft

© landpixel
von , am
09.09.2011

Hannover - Mit Blick auf die Quotenregelung werden Milchbauern ihre Anlieferungsmenge drosseln müssen. Im laufenden Garantiemengenjahr wurde die anteilige Quote um 0,6 Prozent überliefert.

Milchkrise: Die Auszahlung von 70 Prozent der Direktzahlungen und 85 Prozent der ELER-Mittel zur Förderung des ländlichen Raums soll auf den 16. Oktober 2015 vorgezogen werden. © Marco Barnebeck(Telemarco)/pixelio.de
Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen verweist auf die Quotenbilanz, wonach in den ersten vier Monaten des laufenden Garantiemengenjahres (1.4. bis 31.10.) die anteilige Quote um 0,6 Prozent überliefert wurde. Die Milcherzeuger haben bundesweit etwa 2,3 Prozent mehr Milch an die Molkereien geliefert als im Vorjahr, nach der Quotenregelung war eine Erhöhung um 1,7 Prozent möglich.
 
Dies belegen Daten der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI) und der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB). Danach wurden deutschlandweit in den Monaten April bis Juli 10.292 Tonnen Milch an die Molkereien geliefert, die anteilige Quote in Höhe von 10.235 Tonnen wird damit zu 100,6 Prozent ausgenutzt. Um Strafzahlungen an die EU-Kasse zu vermeiden, müssen die Milchviehhalter die Erzeugung daher nun bremsen.

Kühe mögens lieber kühl

Gründe für die höhere Anlieferungsmenge sind auch in der kühlen Sommerwitterung zu sehen, den Kühen behagen solche Temperaturen deutlich besser als Hitze. So reagierten sie auf die hohen Temperaturen im Juli 2010 mit deutlichen Leistungsminderungen, die sich dann auch in der Anlieferungsbilanz niedergeschlagen haben.

Erfreuliche Entwicklung

Niedersachsens Milcherzeuger sind an der deutschen Milchproduktion mit knapp einem Fünftel beteiligt. Trotz der höheren Erzeugung sehen die Auszahlungspreise für die Landwirte recht erfreulich aus, sie lagen für Niedersachsen im Juni mit knapp 35 Cent je Kilogramm Milch mit 3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß bei Abholung ab Hof, im gleichen Vorjahreszeitraum wurden knapp fünf Cent je Kilogramm weniger ausgezahlt.

Höhere Produktionskosten

Allerdings haben die Landwirte über höhere Preise für Energie, Kraftfutter und andere Betriebsmittel auch höhere Produktionskosten. Die höhere Erzeugung trifft auf eine größere Nachfrage, die insbesondere vom Export Impulse erhält. Niedersachsens Milch- und Molkereiwirtschaft profitiert weiter von der steigenden Käsenachfrage und hat die Kapazitäten daher ausgedehnt.
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