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Aufreger

Hohe Strafe für Tiroler Landwirt: Zurück zur Stallhaltung

Alm mit Kühen und Wanderern
am
25.02.2019

Das Urteil gegen einen österreichischen Landwirt empörte die agrarheute-Leser. "Egal was man macht, es ist immer verkehrt", so das nüchterne Fazit eines Users.

Ein österreichischer Landwirt muss nach dem Tod einer Touristin insgesamt rund 490.000 Euro Schadenersatz und Hinterbliebenenrente zahlen. Agrarheute berichtete. Die Frau war 2014 von seiner Kuh auf einer Alm totgetrampelt worden. Sein Anwalt befürchtet nun eine "Lawine von Folgen" für Viehhalter im alpinen Bereich".

Landwirte in den Alpen reagieren bereits auf das Urteil und kündigen die Sperrung von Wanderwegen rund um ihre Almen an, wie die oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) berichten.

Tierhaltung wie aus dem Bilderbuch behindert Touristen

Auch auf Facebook reagieren die agrarheute-Leser mit Unverständnis auf das Urteil. So schreibt Matthias L.: "Naja jetzt wirds aber langsam dünn. Erst regen sich die feinen Leute nach dem Zuzug aufs Land auf, dass Landwirtschaft betrieben wird. Tierquälerei und Massentierhaltung wird skandiert!

Dann wird zum Urlaub machen auf ne Alm gefahren und dann haben sie extensive Haltung, Tierhaltung wie aus dem Bilderbuch, absolut artgerecht. Aber nein! Die Tiere haben auf der Alm nix verloren, solange sie die Touristen behindern..."

Keine Eigenverantwortung und Rücksicht auf Tiere

Anna K. fragt sich, warum diese Leute keine Eigenverantwortung und Rücksicht auf Tiere übernehmen müssen? Wenn was passiert, wollte man noch ordentlich abschöpfen. Sie würde es nicht wundern, wenn die Wanderwege alle gesperrt werden und der Bauer niemanden mehr auf die Almen gehen lässt. "Ich kann doch auch niemanden verantwortlich machen, wenn ich zuhause von der Treppe falle, oder? Wo führt das noch hin?", so Anna bestürzt.

Auch Lars R. findet das Urteil unfassbar. Wenn sich demnächst ein Skifahrer auf der Alm eines Bauern die Knochen bricht, wird man den Bauern wegen Verletzung der Räum- und Streupflicht zum Schadenersatz verurteilen, so seine Prophezeiung.

Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?

Spl E. meint empört: "Es vergeht nicht ein Tag, an dem man nicht wieder über die ewig schuldigen Landwirte stolpert! Hat denn niemand mehr einen gesunden Menschenverstand? War das nicht die Frau, die mit dem Hund um den Bauch angeleint durch die Weide marschierte? Es tut mir leid um die Frau, aber das war furchtbar leichtsinnig! Das musste sie mit dem Leben bezahlen.

Allerdings kann der Bauer doch nicht für so eine Leichtsinnigkeit zur Rechenschaft gezogen werden. Zumal anscheinend genügend Hinweisschilder angebracht waren. Und ich dachte, in Österreich gibt es noch vernünftigere Leute am Werk sind - sehr schade. Hoffentlich hat der Bauer in der nächsten Instanz mehr Erfolg.

Wirtschaftsfaktor Tourismus ist mächtig

Viele User finden es richtig, dass Landwirte ihre Weiden nun einfach sperren wollen. Doch Cord H. spricht ein Problem hierbei an: "Viele Almen sollen Eigentum von Gemeinden sein." Es sei doch sehr fraglich, ob die Gemeinden die Landwirte am enormen Wirtschaftsfaktor 'Tourismus' sägen lassen...

Jochen K. konstatiert nüchtern: "Dann doch lieber das Vieh in Ställen halten." Auch Michael A. geht auf dieses Dilemma ein. Von Außerhalb werde dann aber nur gejammert, dass man kaum noch Tiere auf den Weiden sehen würde...

Milchhof De Witte spricht vielen Usern aus der Seele: "Egal was man macht, es ist immer verkehrt."

Mit Material von Facebook

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