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Milchproduktion

Immer mehr Melkroboter in NRW

von , am
26.02.2010

Bonn - Morgens und abends Kühe melken - viele Landwirte mit wachsenden Milchviehherden schaffen dieses Arbeitspensum nicht mehr, deshalb haben immer mehr Bauern einen neuen Mitarbeiter im Stall: den Melkroboter.

© fotolyse/fotolia

165 Betriebe in Nordrhein-Westfalen haben inzwischen einen solchen automatischen Helfer, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Bisher haben rund zwei Prozent der rund 8.950 Milchviehbetriebe in Nordrhein-Westfalen auf den Roboter umgestellt, ihre Zahl nimmt aber ständig zu. In Deutschland hat sich die Zahl der automatischen Melksysteme in den letzten drei Jahren auf rund 2.000 verdreifacht. Hauptgrund für die Landwirte, in einen Melkroboter zu investieren, ist die hohe Arbeitsbelastung.

Der Melkroboter melkt auch am Wochenende und rund um die Uhr mehrmals täglich. Trotzdem arbeitet der Roboter nicht völlig alleine, der Landwirt muss seine Kühe regelmäßig im Stall besuchen, denn er sieht sie ja nicht mehr morgens und abends im Melkstand, um zu beurteilen, ob alle Tiere gesund sind. Auch die Datenauswertung am Computer nimmt zu, denn der elektronische Melker liefert eine Flut von Daten über die Milchmenge und -qualität, die der Landwirt regelmäßig kontrollieren muss.

Viele Landwirte schätzen die Arbeitsentlastung, die Freiraum für andere Arbeiten im Betrieb oder auch für die Familie schafft. 83 Melkroboter arbeiten in Westfalen-Lippe, 82 verrichten ihre Arbeit in Kuhställen im Rheinland. Schwerpunkt ist der Niederrhein, wo allein in den Kreisen Kleve, Wesel und Viersen zusammen 55 Melkroboter im Einsatz sind. 48 Melkroboter arbeiten im Münsterland, 29 im Sauer- und Siegerland. (pd)

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