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Rheinland-Pfalz

Impfkostenzuschuss gegen Blauzungenkrankheit

Impfung Rind
am Montag, 01.07.2019 - 09:29

Tierhalter sollen ab Herbst diesen Jahres bei Impfung gegen die Blauzungenkrankheit der Serotypen 8 und 4 bezuschusst werden.

Durch den Ausbruch der Blauzungenkrankheit (BTV) in Baden-Württemberg und die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Belgien hat sich die Tierseuchensituation im benachbarten Rheinland-Pfalz Ende vergangenen Jahres zugespitzt. Darauf hat Umweltministerin Ulrike Höfken bei der Vorstellung der Tierseuchenbilanz 2018 hingewiesen.

„Um neue und wiederaufflammende Tierseuchen frühzeitig zu erkennen, ist eine kontinuierliche Überwachung unerlässlich“, betonte die Ressortchefin. Anfang 2019 wurde BTV-8 in fünf rheinland-pfälzischen Betrieben festgestellt. Laut Höfken verfügen knapp 30 Prozent der rund 330.000 Rinder und 10 Prozent der etwa 110.000 kleinen Wiederkäuer im Bundesland über einen Impfschutz gegen BTV. „Das ist eine gute Basis, jedoch leider viel zu wenig, um das Virus zu tilgen“, stellte die Ministerin fest.

Deshalb solle ab dem Herbst 2019 je Impfung gegen die Blauzungenkrankheit der Serotypen 8 und 4 bei Rindern ein Zuschuss von 80 Cent und bei Schafen und Ziegen von 60 Cent gezahlt werden.

Es gibt Kritik

Doch nicht jedem reicht dieser Vorstoß. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV), Michael Horper, bezeichnete diese Hilfe jedoch als „zu spät und unzureichend“. Zudem würden diejenigen, die bereits nach den ersten Blauzungenfällen geimpft hätten, nun bestraft, da die Kostenbeteiligung nicht rückwirkend gelten solle.

Horper wies darauf hin, dass der BWV bereits im Januar die Übernahme der Impfkosten durch das Land gefordert habe. Im Februar habe dann ein Gespräch im Ministerium dazu stattgefunden; seitdem sei keine Entscheidung gefallen. Die jetzt genannte Beteiligung decke die Impfkosten zudem nur unzureichend und die Ministerin bleibe eine Antwort schuldig, wie Rheinland-Pfalz wieder BTV-frei werden könne.

Mit Material von AgE

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