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Milchmarkt global

Internationaler Milch-Index kann erneut leicht zulegen

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Eva Eckinger, agrarheute
am
21.04.2016

An der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade (GDT) konnte erneut ein positives Ergebnis erzielt werden. Mit Ausnahme von Cheddar-Käse sind alle Notierungen gestiegen.

Wie das Agrarische Informationszentrum (aiz) meldet, konnte an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade (GDT) bei der gestrigen Auktion erneut ein positives Ergebnis verzeichnet werden.

Der Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, stieg gegenüber dem vorhergehenden Event um 3,8 Prozent. Mit Ausnahme von Cheddar-Käse konnten die Notierungen für alle gehandelten Milchprodukte zulegen.

Index-Plus zum zweiten Mal in Folge

In diesem Jahr hat der GDT-Index bereits fünf Mal deutlich nachgegeben. Gestern kam es - zum zweiten Mal in Folge - wieder zu einem Plus. Im Detail erhöhte sich bei der gestrigen Auktion die Notierung für Butteröl (AMF) gegenüber dem vorherigen Event (5. April 2016) um 1,6 Prozent.

  • Bei Butter wurde ein Plus von 2 Prozent verzeichnet,
  • bei Buttermilchpulver von 2,4 Prozent.
  • Der Index für Lactose stieg um 8 Prozent und
  • jener für Kasein um 7,5 Prozent.

Preisanstieg bei Magermilch- und Vollmilchpulver

Positiv auf den Gesamtindex wirkten sich vor allem die Preisanstiege bei den am umfangreichsten gehandelten Produkten, nämlich Magermilchpulver (+0,3 Prozent) und Vollmilchpulver (+7,5 Prozent) aus.

Dem gegenüber kam es bei Cheddar-Käse zu einem Minus von 3,9 Prozent.

In Summe wurden gestern 21.206 t an Milchprodukten gehandelt, was einem leichten Rückgang gegenüber der vorhergehenden Auktion entspricht, die Anzahl der teilnehmenden Bieter blieb mit 163 gleich.

Experten sehen einen 'Hoffnungsschimmer'

Andrew Hoggard, Vorsitzender des Milchausschusses der neuseeländischen Farmer-Organisation, sieht laut aiz im jüngsten Auktionsergebnis einen "Hoffnungsschimmer". Er warne aber gleichzeitig vor zu großem Optimismus. Im vergangenen Jahr habe es nach vier Auktionen mit positivem Ergebnis einen Absturz der Notierungen gegeben, so Hoggard.

Ähnlich argumentiert Rabobank-Analystin Emma Higgins:  Die gestrige Auktion sorge für bessere Stimmung am Weltmarkt, allerdings sei dieser nach wie vor von Produktionsüberhängen und einem zunehmenden Lageraufbau geprägt.

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