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Milchproduktion

Internationaler Milchmarkt: Auktionspreise legen erneut zu

von , am
07.12.2011

An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (GlobalDairyTrade) haben sich die Auktionspreise weiter erholt.

© adimas/Fotolia
Nachdem die Preise bereits bei der letzten Auktion (Mitte November) um 2,6 Prozent (%) zulegten, brachte die Handelsrunde vom 6. Dezember einen weiteren Preisanstieg von 2,6 %. Allerdings waren die Milchproduktenpreise zuvor von Juni bis Oktober ununterbrochen gefallen und lagen Anfang November rund 25 % unter der ihrer letzten Preisspitze vom März.

Preisniveau niedriger als Im März

Auch jetzt ist das durchschnittliche Preisniveau noch 22 % niedriger als im März dieses Jahres. Gleichwohl hatten die wichtigsten Indikatoren zu diesem Zeitpunkt keinen Preisanstieg oder Konsolidierung der Preise erwarten lassen. Vielmehr war vor dem Hintergrund der deutlich ins Stocken geratenen Exportnachfrage und vor allem auch wegen des weltweit kräftig gewachsenen Angebots eine weitere Preiskorrektur wahrscheinlich. Allerdings hatten sich die Exportpreise an den globalen Spotmärkten bereits Mitte November konsolidiert, nachdem sie zuvor ähnlich stark nach unten gerutscht waren wie die Auktionspreise. Insbesondere die Spotmarktpreise für ozeanische Milchprodukte hatten ihr Niveau zuletzt behauptet oder waren wie jetzt die Auktionspreise leicht gestiegen.
 
Preise bei allen Milchprodukten erholt
 
Den stärksten Anstieg der Auktionspreise war bei Buttermilchpulver (+14,4 %) und bei wasserfreiem Milchfett (AMF) zu beobachten. Auch die Preise für Käse (Cheddar) konnten sich nach den kräftigen Abschlägen der letzten Auktionen diesmal um 2,1 % zulegen. Die als wichtiger Indikator für die chinesische Nachfrage geltende Preisentwicklung bei Vollmilchpulver, war mit + 2 % ebenfalls positiv. Magermilchpulver wurde 2,6 % über dem Preis der letzten Auktion gehandelt und Kasein verteuerte sich um 2 %.
 
In den USA konnten sich die Preise für Milch und Milchprodukte zuletzt ebenfalls konsolidieren, nachdem die Rohmilchpreise von August bis November zunächst um 15 % gefallen waren. Gleichwohl erwartet man am US-Terminmarkt derzeit bis zum Frühjahr 2012 einen weiteren Rückgang der Milchpreise von etwa zehn Prozent. In Europa haben sich sowohl die Großhandelspreise als auch die Erzeugerpreise bis in den November hinein auf überraschend stabilem Niveau gehalten. Angesicht der weltweit deutlich über dem Vorjahr liegenden Produktionsmengen in Europa, Ozeanien, den USA und Argentinien, kommt die derzeitige Preisstabilisierung an den internationalen Märkten doch relativ überraschend.
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