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Milchproduktion

Internationaler Milchmarkt stabilisiert sich auf hohem Niveau

© fisfra/Fotolia.com
von , am
16.05.2013

Obwohl die Preise an der globalen Handelsbörse für Milchprodukte noch einmal nachgegeben haben, deutet alles auf eine Marktstabilisierung auf hohem Niveau hin.

Der Betrieb produziert aktuell Rindfleisch für den Export nach Japan, in die USA und nach Südostasien. © jblah/fotolia.com
An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (Global Dairy Trade) haben die Auktionspreise gestern moderat um 2,1 Prozent (%) nachgegeben. Nachdem die Kurse bei der letzten Handelsrunde um 7,3 % nach unten rutschten, sieht nun alles nach einer Stabilisierung auf sehr hohem Niveau aus.
 
Offensichtlich haben die ergiebigen Regenfälle auf der neuseeländischen Nordinsel einen weiteren Preisanstieg zwar gestoppt jedoch ist der kurzfristige Einfluss der Niederschläge auf die Futterversorgung und die Entscheidungen der Farmer wie vorzeitiges Trockenstellen oder Schlachtung gering.

Futter knapp und teuer

Kurzfristig nimmt das Angebot an Rohmilch und Milchprodukten in Ozeanien nicht wieder zu. Ohnehin geht die neuseeländische Saison im Mai zu Ende und die ebenfalls von massiver Trockenheit geplagten australischen Farmer beenden die Saison im Juni. Erst für den neuen Saisonstart bedeutet der Regen dann deutlich verbesserte Konditionen. Aktuell bleibt die Futterversorgung jedoch äußerst angespannt.

Aktuelles Angebot ist klein

Die Produktionskurve in Neuseeland liegt etwa seit Februar deutlich unter dem Vorjahr. Für das gesamte Milchwirtschaftsjahr rechnen die neuseeländischen Industrieanalysten dennoch mit einer ähnlich großen Produktionsmenge wie im Vorjahr.
 
Grund ist, dass die neuseeländische Milchmenge in der ersten Hälfte des laufenden Milchwirtschaftsjahres deutlich über der Rekordproduktion des Vorjahres lag. 

Preisniveau in Ozeanien höher

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Händler und Verarbeiter haben bei den letzten Auktionen und an den Exportmärkten nicht mehr ganz so aggressiv Milchprodukte nachgefragt. Die Folge war eine Preiskorrektur bei den letzten beiden Auktionen der internationalen Handelsplattform.
 
Gleichzeitig gaben die Exportpreise für Milchpulver und Butter an den Verladehäfen (fob) in Ozeanien und Europa nach. Trotz des Rückgangs blieb das Preisniveau vor allem für Milchpulver in Ozeanien  deutlich höher als in Europa. Relativ stabil blieben die Exportpreise für Käse undMolkepulver und in Europa auch für Butter. Insgesamt bleibt das Handelsvolumen an der Auktionsbörse jedoch klein.
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