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Milchproduktion

Juli: Milchpreise steigen teilweise deutlich

von , am
16.08.2010

München - Auch im Juli sind die Milchpreise bundesweit angezogen. Meist haben die Molkereien ihre Auszahlungspreise um einen Cent/kg erhöht, so wie Nordmilch und Humana.

Milchwagenfahrer beim Einsammeln von Milch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb © Mühlhausen/landpixel

Nordmilch und Humana zahlten inklusive aller Zu- und Abschläge 31,1, beziehungsweise 31 Cent/kg bei 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß.

Müller erhöht kräftig

Doch manche langten auch kräftiger hin. So erhöhte die Weihenstephaner Molkerei (Müiller-Konzern) um drei Cent/kg, die Molkerei Müller in Aretsried sogar um zwei Cent/kg, die Hohenloher Molkerei um immerhin noch 1,6 Cent/kg. Allerdings startete sie von einem höheren Niveau aus, so dass sie nun mit einem Milchpreis von 33,3 Cent/kg bei 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß, inklusive Staffel-Zuschlag für 300.000 Kilo Milchanlieferung im dlz-Milchpreis-Trend den Spitzenplatz einnimmt.

Piding von Spitze verdrängt

Bereits im Juni war der bisherige Spitzenreiter, die Milchwerke Berchtesgadener Land (Piding), von der Molkeri Alphain abgelöst worden. Diese zahlte im Juni 35 Cent/kg aus, hat aber den Milchpreis im Juli auf 32,50 Cent/kg korrigiert. Damit übertrumpft sie aber immer noch die Pidinger Genossenschaft.

Vergleicht man jedoch das erste Halbjahr 2010 haben die Milchwerke Berchtesgadener Land mit einem durchschnittlichen Milchpreis von 30,93 Cent/kg Milch (4,2 Prozent Fett/3,4 Prozent Eiweiß) inklusiver aller Zuschläge in Bayern den höchsten Milchpreis erzielt. Knapp dahinter folgt nach einer Erhebung des Verbandes der Milcherzeuger Bayerns (VMB) die Berglandmilch in Karpfham. Der Durchschnittspreis in Bayern betrug dagegen nur rund 29,5 Cent/kg.

Allgäuland hat immer noch Milchpreislücke

Trotz eines steigenden Milchpreises für die Allgäuland-Bauern mussten die Lieferanten im ersten Halbjahr immer noch einen hohen Rückstand gegenüber Nachbar-Molkereien hinnehmen. So bekamen die Allgäuland-Bauern in den ersten sechs Monaten 26,67 Cent/kg ausgezahlt. Die Zott-Lieferanten bekamen immerhin mit 28,75 Cent/kg gute zwei Cent/kg mehr, wobei Zott den bayerischen Durchschnitt knapp verfehlte. Mit 2,92 Cent/kg war der Abstand der Stegmann Lieferanten in Altusried besonders groß im Vergleich zu Allgäuland. Für Juli hatte Allgäuland mit 30,50 Cent/kg, plus1,2 Cent/kg, die 30-Cent-Marke beim Milchpreis überschritten. Damit hat sich zwar die Milchpreis-Lücke gegenüber den Nachbar-Molkereien verringert. Sie ist aber noch nicht geschlossen. So beträgt der Abstand beispielsweise zu Zott im Juli zwei Cent/kg. (dlz agrarmagazin/jo)

Die Zahlen gehen aus dem aktuellen dlz-Milchpreistrend hervor. Dieser erscheint Ende August in der aktuellen September-Ausgabe des dlz agrarmagazins.

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