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Gegen Tierschutzgesetz?

Junglandwirte mit Rind im Zug: Droht dem Halter nun doch Ärger?

Ein Mann führt ein Rind in einen Zug
am Sonntag, 19.03.2023 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Im Februar transportierten Schweizer Landwirte ihr Rind mit dem Zug. Polizei und Bahn blieben gelassen. Doch nun wird der Fall neu aufgerollt. Droht dem Halter Ärger?

Die Bilder und Videos der Aktion gingen viral. Ende Februar brachten Schweizer Jungzüchter ihr Brown-Swiss-Rind mit öffentlichen Verkehrsmitteln wohlbehalten nach Hause auf den Bauernhof, wie auch agrarheute berichtete. Die Fahrgäste in der Regionalbahn staunten nicht schlecht.

Zwar alarmierte das Bahnpersonal die Polizei, doch die blieb gelassen. Auch die Bahngesellschaft selbst schritt nicht ein. Doch nun wird der Fall neu untersucht - wegen möglicher Zuwiderhandlungen gegen das Tierschutzgesetz.

Rind in Regionalbahn mitgenommen: Verzicht auf Anzeige

Man wies zwar darauf hin, dass der Transport von derart großen Tieren im öffentlichen Verkehr nicht gestattet ist, sah aber von einer Anzeige ab und erkennt auch den guten Umgang der jungen Tierbegleiter mit dem Rind an.

Man verzichtete also auf eine Anzeige. Der Mediensprecher der Bahn erklärte gegenüber der Zeitung Blick: „Wir werden Gnade vor Recht walten lassen und hoffen, dass der Paarhufer seine Fahrt geniessen konnte und er sicher am Bestimmungsort angekommen ist.“

Neue Ermittlungen: Zuwiderhandlung gegen das Tierschutzgesetz

Doch nun werde die Aktion noch einmal neu aufgerollt, wie das St. Galler Tagblatt meldet. Die Staatsanwaltschaft prüfe, ob beim Vorfall gegen geltendes Gesetz verstossen wurde. Strafanzeige ging bisher keine ein, doch eine Zuwiderhandlung gegen das Tierschutzgesetz stehe nun im Vordergrund.

Auch beim örtlichen Veterinäramt sei man laut Zeitung in Alarmbereitschaft und untersuche den Fall. Der Halter werde befragt oder man fordert eine Stellungnahme ein. Liege ein begründeter Verdacht vor, werde eine Strafanzeige eingereicht werde, so das Veterinäramt gegenüber dem St. Galler Tagblatt.

Die Rückmeldung aus der Bevölkerung zum Kuhtransport seien sehr unterschiedlich ausgefallen. So forderten die einen eine Bestrafung, andere wiederum zeigten Unverständnis angesichts des medialen Wirbels.

Mit Material von St. Galler Tagblatt, blick.ch, Schweizer Bauer

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