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Zucht

Jungzüchterwettbewerb: Der scharfe Blick zählt

von , am
30.09.2012

München - 170 Jungzüchter zwischen zehn und 24 Jahren haben beim Jungzüchterwettbewerb mitgemacht. Gestern hat die Ehrung stattgefunden.

Die Prämierung hat Tradition seit 1811. © vm/agrarheute.com
"Sie haben eindrucksvoll bewiesen, dass Sie die hohe Kunst der Tierbeurteilung beherrschen und über ein scharfes Urteilsvermögen verfügen", sagte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner bei der Ehrung.
 
Im Großen Ring bekamen die besten bayerischen Züchter Preise aus der Hand von Ministerpräsident Horst Seehofer. "Die Prämierung der besten bayerischen Zuchttiere ist ein Hoch auf die Leistungskraft unserer bayerischen Bauern", sagte Seehofer bei der Übergabe der wertvollen Züchtermedaillen. "Die Tierzucht war und ist auch heute noch die Königsdisziplin der bayerischen Landwirtschaft."
 
Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, überreichte den Siegern eine Züchterfahne: "Ich gratuliere den bayerischen Züchtern für ihre hervorragenden Leistungen. Sie alle haben ihr züchterisches Können in hervorragender Weise vorgestellt. Auch für mich als Schweinehalter sind diese Prämierung und die Landestierschau immer ganz besondere Höhepunkte auf dem ZLF." 

Tradition seit 1811

Die Züchterprämierung hat eine lange Tradition: 1811 zeichnete König Maximilian I. Joseph zum ersten Mal die besten bayerischen Tierzüchter aus. Persönlich übergab er die Preise am Eingang des Königszelts und erwies damit dem Bauernstand eine zu dieser Zeit nicht selbstverständliche Ehre. Anlass war das erste "Nationalfest" mit Pferderennen, Viehmarkt und Viehprämierung. Damals konkurrierten 23 Hengste, 29 Zuchtstuten, 22 Stiere, 31 Kühe, 27 Schafböcke und drei Schweine um die Preise.
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