Login
Haltung und Mast

Kälberaufzucht: Soviel kostet die Tränkephase

von , am
26.08.2015

Wie bei allen Jungtieren, sind die ersten Lebenswochen auch bei Kälbern besonders sensibel. Gut 4,20 Euro je Kalb und Tag müssen in der Tränkephase einkalkuliert werden. Alle Kosten im Überblick.

In den ersten Woche benötigen die Kälber eine intensive Betreuung. Hochwertige Futtermittel spielen eine wichtige Rolle. © Mühlhausen/landpixel
Die teuerste Phase der Jungviehaufzucht ist die Tränkephase der Kälber. Denn gerade in diesen ersten Lebenswochen sind die Kälber sehr empfindlich und benötigen eine sehr intensive Betreuung, eine altersgemäße und optimale Haltungsumwelt sowie sehr hochwertige Futtermittel.
 
Auch wenn die Tränkephase der Kälber sehr kostenintensiv ist, sollte gerade hier nicht an der Qualität der Futtermittel, der Betreuung und der Haltungsumwelt gespart werden. Denn erheblich wichtiger als die Kosten ist die Entwicklung der Kälber in dieser Phase. Insgesamt verursacht die Tränkephase der Kälberaufzucht in einer Beispielrechnung aus der dlz agrarmagazin primus Rind Kosten von gut 293 Euro je Kalb bzw. 4,20 Euro je Kalb und Tag. Und so setzen sich die Kosten zusammen.

Kosten der Kälberaufzucht während der Tränkephase

  • Die Kosten der  Milchtränke schlagen mit gut 130 Euro/Kalb zu Buche. Hierbei wurde eine zehnwöchige Tränkephase der Kälber unterstellt, die ersten drei Wochen mit Vollmilch ad libitum und die anschließenden sieben Wochen Abtränkphase mit Milchaustauscher (MAT) zu 220 Euro/dt. Der unterstellte Preis für die Vollmilch wurde aus dem MAT-Preis abgeleitet (0,15 kg MAT/l Milch).
  • Die Kosten für Grundfuttermittel, Gesunderhaltung und sonstiges werden häufig unterschätzt, belaufen sich aber auf etwa 55 Euro/Kalb.
  • Die Stallplatzkosten sind bei durchschnittlich 900 Euro/Stallplatz (Neu- und Umbau), mit knapp 14 Euro/Kalb sehr übersichtlich.
  • Die Haltungskosten für die Tränkephase der Kälberaufzucht summieren sich somit auf gut 225 Euro je Kalb.
  • Lohn beziehungsweise den Lohnansatz für die zu leistende Arbeit und die Verzinsung für das eingesetzte Kapital werden mit knapp 67 Euro/Kalb angesetzt.

 
 

Alle Kosten auf einen Blick



Das können Sie bei Rinder-Klauenproblemen tun

Bevor Sie die Klauenklötze aufkleben, prüfen Sie zuerst die Druckempfindlichkeit der Klauen. Bei dünnen Sohlen können Sie Klötze auf die Außen- und die Innenklaue kleben. © Fiedler
Mit einem Raspel rauen Sie die Hornoberfläche auf. © Fiedler
Passen Sie auf, dass die Klebe-Oberfläche nicht verschmutzt wird, sonst hält der Kleber nicht. Den Klotz sollten Sie am Besten noch verpackt auflegen. © Fiedler
Jetzt können Sie den Kleber auftragen und danach ihn mit einem Spatel abstreichen. © Fiedler
Den Klotz sollen Sie zuerst an der Klauenspitze aufsetzen und den zehn Sekunden stark anpressen. © Fiedler
Damit der Klotz fest mit der Klaue verbunden ist, muss die Kuh einmal auftreten. © Fiedler
Wenn der Kleber trocken ist, können Sie einfach das überstehende Gummi wegschneiden. © Fiedler
Die Klauenklötze aus EVA-Schaum sind weich und angenehm für die Kühe. © Fiedler
Auch interessant