Login
Aufreger der Woche

Kein Witz: Das Kilo Rinderkot 25 Cent teurer als 1 Liter Milch

Thumbnail
Redaktion agrarheute, agrarheute
am
08.06.2016

Verkehrte Welt: Die Milch wird dem Kunden im Moment im LEH nachgeworfen. Dagegen muss man für fünf Kilogramm "Rinderdungpellets" 3,33 Euro berappen.

Die Milchbauern müssen im Moment mit Preisen von teils unter 20 Cent/kg Milch leben. Im LEH wird der Liter Milch für bis zu 42 Cent je Liter angeboten.

Dagegen wird Rinder-Dung - als "gekörnter Naturdünger" angepriesen - für 3,33 Euro je fünf Kilogramm-Packung verkauft. Das entspricht 67 Cent je Kilogramm und bis zu 25 Cent mehr als der Liter Milch derzeit im LEH verkauft wird.

Gefunden hat die Anzeige aktuell unser Leser Markus und sie uns auf facebook geschickt. Der Post wurde rege kommentiert.

'Selbst drauf kommen'

"Die Idee hatte ich schon seit einigen Jahren, wurde jedoch belächelt", schreibt Florian.

Mathilde fügt hinzu: "Kann man doch auch selbst drauf kommen und vermarkten. Nicht jammern - den Kopf anstrengen."

Marcus postet: "Glückwunsch zu dieser Geschäftsidee!"

Mattias postet mit ironischen Unterton: "Jetzt wissen die Milchbauern immerhin, wo man den Eimer hinhalten muss, um noch Geld zu verdienen :/ Ich frag mich gerade, was man dann im Hofladen verlangen kann, wenn man noch ein Bio-Schildchen in den Haufen steckt!"

Viermal höherer Preis als für den Weizen

"66,6 Euro für die Dezitonne (dt). Das würde ich gerne mal für eine dt Weizen bekommen. Is schon krass, dass man für Kuhscheisse viermal mehr bekommt wie für Lebensmittel", findet Magdalena.

Beneditk flüchtet sich in Galgenhumor: "Da schlachte ich meine Bullen nicht so schnell. Die scheißen ja Gold."

"Bittere Erkennnis: das Kilogramm von dem Zeug kostet mit 0,67 Euro mehr als ein Liter Milch. Im Gartenmarkt sitzt das Geld halt lockerer als vorm Kühlregal", kommentiert Uwe.

'Fass Gülle über 8.000 Euro wert'

"Wenn plötzlich ein Fass Gülle über 8.000 Euro wert wird", staunt Mi.

"Bald müssen dann die Hobbygärtner auch eine Nährstoffbilanzierung machen, nicht dass sie über 170 kg N tierisch/ha kommen", schreibt Luca.

Auch interessant