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Haltung und Mast

Keine Schwäche bei den EU-Schlachtrinderpreisen

von , am
30.04.2012

Brüssel - Die Notierungen für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben auch nach den Osterfeiertagen keine Schwäche gezeigt.

Glyphosat-Studie: Alle untersuchten Tiere schieden das Herbizid aus. © Mühlhausen/landpixel
Sie verzeichneten unter dem Strich sogar eine leichte Befestigung. Das Preisniveau für Jungbullen der Handelsklasse R3 erhöhte sich in der Woche zum 22. April 2012 laut Angaben der EU-Kommission im gewogenen Mittel der Mitgliedstaaten um 0,34 Euro oder 0,1 Prozent auf 379,61 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Dabei kletterte die Notierung in Belgien um 1,0 Prozent; Polen meldete sogar ein Plus von 1,5 Prozent.
 
Leichte Erlösverbesserungen von 0,4 Prozent bis 0,8 Prozent verzeichneten Irland, Großbritannien und Deutschland. Andererseits gaben die Preise für R3-Jungbullen in Frankreich und Italien um 0,6 Prozent beziehungsweise 0,8 Prozent nach.

Preise für Schlachtkühe weiter im Aufwind

EU-Marktpreise für Schlachtrinder.
Weiter im Aufwind befand sich zuletzt der Markt für Schlachtkühe. Die EU-Durchschnittsnotierung für Altkühe der Handelsklasse O3 erhöhte sich gegenüber der Vorwoche um 2,29 Euro oder 0,8 Prozent auf 307,54 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht. Mit ausschlaggebend dafür war die Entwicklung in Frankreich und Belgien, wo Aufschläge von jeweils 1.2 Prozent gezahlt wurden.
 
Ähnliche Erlösverbesserungen konnten auch die Milchviehhalter in Italien, Litauen und den Niederlanden mit 1,0 Prozent realisieren. Moderat befestigten sich die Altkuhpreise mit Zuschlägen bis zu 0,5 Prozent in Deutschland, Österreich, Spanien und Polen. Leicht schwächer tendierten dagegen die Notierungen in Dänemark und Irland; in Portugal war mit 2,0 Prozent in der Berichtswoche der stärkste Rückgang zu beobachten.

Schlachtfärsenpreise mit uneinheitlicher Tendenz

Für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 wurden zuletzt im Schnitt der meldenden EU-Länder 385,89 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt; das waren 0,36 Euro oder 0,1 Prozent weniger als eine Woche zuvor. In den Niederlanden erhöhte sich die betreffende Notierung um 2,4 Prozent, in Italien um 1,9 Prozent.
 
Weniger stark fiel der Preisanstieg in Deutschland und Frankreich mit jeweils 0,3 Prozent aus. Etwas unter Druck standen demgegenüber die Preise für R3-Schlachtfärsen in Spanien und Österreich, die im Wochenvergleich um 1,5 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent nachgaben.
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