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Rinderzucht

Die Klimakuh: Methanausstoß wegzüchten?

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am Freitag, 07.08.2020 - 08:00 (1 Kommentar)

Mehr als 300 l Methan am Tag kann eine Kuh ausstoßen. Dass Wiederkäuer zum Treibhauseffekt beitragen, ist nichts Neues, doch lässt sich das klimaschädliche Gas genetisch beeinflussen?

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Der Pansen des Rinds ist eine Fermentationskammer mit einem eigenen, mikrobiellen Ökosystem. Methan (CH4) wird hier ausschließlich von einzelligen Lebewesen, sogenannten Archaeen produziert. Es entsteht während des Verdauungsprozesses als unvermeidliches Nebenprodukt des mikrobiellen Kohlenhydratabbaus. Dabei schwankt bei laktierenden Milchkühen die Höhe der CH4-Bildung zwischen 18 und 25 g/kg Trockenmasse(TM)-Aufnahme. Das umweltschädliche Treibhausgas wird anschließend beim Wiederkauen frei- gesetzt. Neueste Studien legen den Schluss nahe, dass sich die im Pansen stattfindende Methanproduktion teilweise genetisch beeinflussen lässt. Wiederkäuer besitzen jedoch selbst keine Gene für die CH4- Bildung. Die Erblichkeit wird indirekt, über die Futteraufnahme oder die Milchleistung bestimmt.

Futteraufnahme entscheidend

Von den verschiedenen Faktoren hat die Höhe der Futteraufnahme einen deutlichen Einfluss auf die tägliche CH4-Emission beim Wiederkäuer. Niedrige Methanwerte werden vor allem bei stärke- und fettreichen Rationen und hohe CH4-Werte vor allem bei faserreichen Rationen gemessen.
Beispielsweise wurde in einer englischen Fütterungsstudie der Methanausstoß verschiedener Mastbullenrassen untersucht. Dabei ließen sich unterschiedliche CH4-Mengen pro Tag bei Aberdeen-Angus- und Limousinbullen beobachten. Bei näherer Betrachtung der täglichen Futteraufnahme waren die rassebedingten Unterschiede aber gering. Jedoch übte die Rationsgestaltung, wie die Höhe der Kraftfutterzulage einen wesentlichen Einfluss auf die Methanproduktion aus. Die rassebedingten Unterschiede lassen sich auf die tierindividuelle Anatomie des Magen-Darm-Trakts oder die Verdauungsphysiologie zurückführen.

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