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Milchproduktion

"Kontinuierlicher Anstieg erwünscht"

von , am
27.05.2010

München - Die Erzeugerpreise für Milch scheinen sich zu erholen. Wie reagieren deutsche Milcherzeuger In Nord, Süd, Ost und West auf steigende Auszahlungspreise? Das fragt die dlz in ihrer Ausgabe 6/2010, die am kommenden Freitag erscheint.

Sebastian Maier, Milchviehhalter in Oberbayern
"Zusammen mit einer starken Molkerei"

"Die Milchwerke Berchtesgadener Land haben noch keine Aussage zu den Milchpreisen in den nächsten Monaten getroffen. Nachdem eine genossenschaftliche Molkerei, nur das auszahlen kann, was am Ende übrig bleibt, wäre das auch sehr vage. Ich gehe davon aus, dass wir (unsere Genossenschaft) den bundesweiten Spitzenplatz bei der Auszahlungsleistung behaupten werden." 

Christina Lenz, Leiterin Milch-/Rinderproduktion
Agrargenossenschaft Krahne eG
"Besser als keine Erhöhung"

"Unsere Molkerei hat den Grundpreis um einen Cent auf 26 Cent/l Milch angehoben. Dies ergibt einen Milchauszahlungspreis von 28 Cent/l Milch." Damit wurden Christina Lenzs Erwartungen zwar nicht erfüllt, "aber besser als gar keine Erhöhung." Für eine kostendeckende Arbeit bräuchte Lenz mindestens 30 Cent/l Milch.

Jan Nehlsen (33), Milchviehhalter, Kiel
"Ich hätte mehr erwartet"

"Die Stimmung wird besser", erklärt Jan Nehlsen. Der 33-jährige Landwirt bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb in Kiel mit rund 1 Mio. Quote und 250 ha Ackerbau. Er ist bei der Nordmilch unter Vertrag. Diese hat ihm zum 15. Mai in einem Rundschreiben einen moderaten Anstieg des Milchpreises für 2010 zugesagt. Mit einem Anstieg von 1 Cent im April und ebenfalls 1 Cent im Mai kommt er damit aktuell auf einen Grundpreis von 27 Cent. Allerdings hätte sich der Junglandwirt eine größere Steigerung des Preises erhofft, besonders zum Jahresende hin.

Ulrich Mack, Landwirt
"Unterm Strich muss etwas übrigbleiben!"

Landwirt Ulrich Mack (33) aus Rheinbach, NRW, hat einen bestimmten Wunsch, was die Höhe des Milchpreises angeht: "Man muss daran verdienen können. Das hängt ja nicht nur vom Auszahlungspreis ab, sondern auch von den Kosten, die wir haben, angefangen vom Kraftfutter bis hin zum Diesel." Das aktuelle Preisniveau bedeutet für ihn eine Nullrunde.

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